Doom: Annihilation ist ein typisches Bauernopfer, das in erster Linie dazu dient, die filmischen Rechte an der erfolgreichen Spielereihe zu sichern. Genau das merkt man dem Film leider auch deutlich an. Das Budget fällt sichtbar gering aus: Die Kulissen sind spärlich und wirken stellenweise eher wie eine Theaterbühne als wie eine glaubwürdige Sci-Fi-Hölle. Auch die Darsteller liefern überwiegend nur mittelmäßige Leistungen ab – was bei Doom allerdings nicht allzu schwer ins Gewicht fällt.
Denn wie schon bei der Spielvorlage liegt der Fokus klar auf möglichst viel Action, und genau hier kann Regisseur Tony Giglio durchaus punkten. Die Actionsequenzen sind ordentlich inszeniert, es wird reichlich geblutet und die eingesetzten CGI-Effekte gehen für eine Produktion dieser Größenordnung in Ordnung.
Positiv fällt zudem auf, dass sich Doom: Annihilation deutlich näher an der Spielvorlage orientiert als der Vorgängerfilm mit Karl Urban und Dwayne Johnson. Fans der Reihe dürften sich über zahlreiche Verweise zum Spiel wie die BFG sowie über Querverweise zu anderen 3D-Shootern wie Wolfenstein oder Rise of the Triad freuen. Ein kleines, unterhaltsames Spieleraten ist somit inklusive.
Doom: Annihilation ist mehr Doom als erwartet, aber ein klar limitiertes Action-B-Movie: technisch und schauspielerisch schwach, dafür mit ehrlicher Action und viel Fanservice. Für Genre- und Doom-Fans einen Blick wert.