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Roy Pulver (Frank Grillo), seines Zeichens Ex-Delta Force Soldat und duchtrainierter Alki, findet sich dank einer Apparatur, an der seine Ex Jemma (Naomi Watts) arbeitet, in einer Zeitschleife wieder. Tag für Tag wird er von einem Truppe Auftragskiller um die Ecke gebracht. Doch mit jeder Wiederholung lernt Roy etwas mehr, was mit alldem auf sich hat.

Schauspielerisch überfordert wird hier niemand und das ist nicht weiter tragisch. Grillo ist allerdings für den hier zu ausufernden Familien-Drama-Part nicht geeignet. Überhaupt bremsen diese Passagen den Film unnötig aus, auch, weil die Figuren trotzdem flach bleiben. Eine fokussierte Inszenierung auf der Krachbumm-Schiene hätte zu dem gesamten Konzept besser gepasst. Die Gewichtung ist einfach nicht optimal, wen wollte man denn hier ansprechen? Für Actionpuristen ist das zu wenig und für die tragische Geschichte fehlt es dann an Tiefgang. So hängt „Boss Level“ zwischen den Seilen und kann es niemandem Recht machen.
Naomi Watts und Mel Gibson haben ein paar Auftritte und man bekommt noch ein bisschen Michelle Yeoh, Ken Jeong und Patriots-Dumpfbacke Rob Gronkowski zu sehen. Trotzdem bleibt's die Grillo-Show und abseits der Gefühlsduselei passt das auch.

Der Videospielbezug, das Auswendiglernen von Leveldesign und Gegnermustern zum vorankommen ist wie das Nostalgieren in der 8-Bit-Ära nett, wird aber nicht weiter thematisiert. Die Action ist, trotz Wiederholung, gelungen, wenn auch etwas unterdosiert. Mitunter wird’s mal blutig, allerdings kommt hier viel aus dem Rechner, was insbesondere für die nicht allzu ansehnlichen Explosionen gilt. Ein paar Lacher hat man dem Murmeltier-Klon auch spendiert, generell kommt die ganze Chose angenehm unernst daher. Erwähnt werden sollte noch, dass das Ganze recht übersichtlich bebildert wurde und selbst die actionreichen Passagen nicht in einem Schnittgewitter untergehen.

Und täglich grüßt das Killerkommando. „Boss Level“ variiert die Zeitschleifenidee etwas, garniert sie mit flotten Montagen, etwas Humor und gefälligen, wenn auch mit schwachen Digitaleffekten versehenen, Actionsequenzen. Leider bremst er sich mit unnötig viel Familiendrama aus und entwickelt keinen richtigen Fluss, taugt aber trotzdem für einen Blick.

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