Mit Eroberung vom Planet der Affen geht die Reihe, welche einst mit dem Klassiker Planet der Affen aus dem Jahr 1968 ihren Anfang nahm, in die vierte Runde.
Story technisch wird dabei der Faden des Vorgängers aufgenommen, wenn auch mit einem Zeitsprung von 20 Jahren.
Nordamerika im Jahr 1991: Zwanzig Jahre nach dem Tod der Schimpansen Cornelius und Zira ist deren Sohn (der nun Cäsar genannt wird) in der Obhut des Zirkusdirektors Armando erwachsen geworden. Damit niemand von seiner Existenz erfährt und alle weiterhin glauben, er wäre damals mit seinen Eltern gestorben, gibt es zwischen ihm und Armando ein Abkommen, in der Öffentlichkeit nicht zu sprechen und sich wie die primitiveren Affen zu bewegen.
Da vor acht Jahren aufgrund eines Virus innerhalb weniger Monate alle Hunde und Katzen starben, hielten sich die Menschen daraufhin als Ersatz für ihre ehemaligen Haustiere Menschenaffen, die sie sich aber immer mehr zu Dienstboten erzogen, was einer Sklavenhaltung gleichkommt.
Als Armando mit Cäsar durch die Stadt geht, um Plakate für seinen Zirkus zu verteilen, kann Cäsar die brutale Behandlung seiner Artgenossen nicht mehr ertragen. Als beide getrennt werden ruft Cäsar bald seine Artgenossen zur Revolte auf.....
Inszeniert von Regisseur J. Lee Thompson, welcher in seiner Karriere viel mit Charles Bronson zusammenarbeitete, hat der vierte Teil der Reihe durchaus einen interessanten Ansatz in Sachen Story, kämpft aber mit deutlichen Ermüdungserscheinungen innerhalb der Reihe. Dabei sieht man den Film an, das Thompson immer ein guter Handwerker war im positiven Sinne.
Spannung wird durchaus geboten, wobei auch die dritte Fortsetzung vor allem in der ersten Filmhälfte stärker ist, als in der zweiten. Auch in Sachen Effekten wird überzeugendes geboten, wobei die Menschheit erneut nicht gut weg kommt.
Dennoch ist der Wandel von Cäsar bzw dessen Bereitschaft zur Gewalt nur bedingt nachvollziehbar.
Zudem kommt es mit zunehmender Laufzeit zu platten Dialogen und Phrasen.
So bewegt sich das ganze im gesamten auf dem Niveau der Vorgänger, was auch beim dritten Mal 6 Punkte bedeutet.