Review
von Commander Kool
Brett Bumpers, ein typischer Loser und so etwas wie der Protagonist, bekommt ein magisches Totem in Form eines Bullenpenis zugeschickt der seinem Besitzer drei Wünsche erfüllt. Anstatt sich Weltfrieden, Unsterblichkeit oder zumindest nen Haufen Kohle zu wünschen benutzt Brett das Totem um Love Interest Samantha Warren dazu zu bringen sich in ihn zu verlieben. Das klappt auch aber gleichzeitig beginnt ein Killer mit dämlicher Latexmaske scheinbar wahllos Teens mit diversen mehr oder weniger effektiven Mordmethoden (Bowlingkugel) abzuschlachten. Natürlich hat die Mordserie etwas mit dem Totem zu tun, natürlich weis man schon am Anfang des Films welcher der Knallchargen überleben wird und natürlich ist der Hauptverdächtige nicht der Mörder...
Bei Wishcraft haben wir es mit einem total öden Standard-und-nach-Schema-F runtergekurbelten 08/15 Teenie-Slasher zu tun bei dem wirklich gar nichts stimmt. Das beginnt schon beim Drehbuch, die Ursache warum der Killer killt ist so an den Haaren herbeigezogen das es zum weinen ist. Warum das Totem magische Kräfte hat? Es wurde in Nepal gekauft (ist ja allgemein bekannt das alle antiken Bullenschwänze die man in Nepal kauft zauberhafte Kräfte haben, oder?). Zum Glück ist Wishcraft der einzige Film zu dem Writer Larry Katz jemals ein Drehbuch verbrochen hat. Die Inszenierung ist langweilig, die Kamera uninspiriert, die Musik soll wohl spannend sein, nervt aber nur. Die Charaktere sind Slasherstandard (da gibt es den Loser, den Geek, die Bitch, die Jocks usw.) und so flach wie ein Ipod-Nano.
Die Schauspieler sind viel zu alt für ihre Rollen (aber das ist ja mittlerweile in jedem Slasher so) und wahrscheinlich sind die meisten gerade frisch von der Schauspielschule den richtig was leisten tut hier keiner wobei man sagen muss das Hauptdarsteller Michael Weston und sein Klassenlehrer (Austin Pendleton) sich hier besser aus der Affäre ziehen als die anderen.
Natürlich guckt man keinen Slasher wegen oscarreifen Darbietungen oder intelligenter Drehbücher, nö man will Teens sterben sehen und auch hier weiss Wishcraft zu enttäuschen, der Bodycount ist niedrig, die Morde einfach und unblutig. Der einzig halbwegs memorable Mord ist der mit der Bowlingkugel und selbst der ist nicht wirklich explizit.
Ich fasse also zusammen: Wishcraft ist einer dieser 08/15 Slasher die man schon 1000 mal und auch 1000 mal besser gesehen hat. Slashernerds könnten ihn sich einmal angucken alle anderen sollten die ca. 100 Minuten ihres Lebens für sinnvolleres nutzen. Mehr fällt mir an dieser Stelle nicht ein, tut mir leid der Film ist einfach stinkend langweilig. Ich gebe 3/10.