Caesar, Sohn der Affen Cornelius und Zira, hat mit seiner Revolution der unterdrückten Affen gegen die Menschenherrschaft Erfolg gehabt und ist nun König seines Volkes. Doch die neue Welt der Affen, in der Menschen zwar geduldet, aber nicht gleichberechtigt sind, wird schnell bedroht, zum Einen durch verstrahlte Menschen, die die atomare Zerstörung überlebt haben, zum Anderen durch einen militanten Gorilla-General.
Wie bei so vielen Filmreihen, die über ihren eigentlichen Zenit hinaus geführt wurden, ist auch bei der "Planet der Affen"-Franchise eine abnehmende Tendenz von Teil zu Teil erkennbar, wobei die beiden von J. Lee Thompson inszenierten Filme "Eroberung vom Planet der Affen" sowie "Schlacht um den Planet der Affen" schließlich den finalen Tiefpunkt darstellen, nach dem die Reihe glücklicherweise ihr Ende fand.
Dabei ist der Film als eigenständiges Produkt betrachtet einigermaßen solide konstruiert, so ist die Zukunftsutopie zwar nicht sonderlich intelligent, weitestgehend ohne brauchbare Ansätze von Gesellschaftskritik oder Innovation, aber doch halbwegs solide gestrickt. Ganz nett und anschaulich wird gezeigt, wie die utopisch friedliche Welt der Affen, in der es niemals Mord und Totschlag geben soll und die Menschen zumindest akzeptiert und geduldet werden, langsam aber sicher zu Grunde geht, auch wenn der Film bei der Darstellung dieser Vorgänge dem eigenen Anspruch -und freilich auch dem der Vorgänger- meilenweit hinterherhinkt.
Inszeniert ist das Ganze jedoch solide wie der Vorgänger, so kann man Thompson zumindest hier keinen Vorwurf machen. Affenmasken und Kostüme sind ganz gut gelungen, die Action-Szenen dagegen weniger, wirken mitunter fast einem Trashfilm entlaufen, aber in Anbetracht des Budgets war auch nicht viel mehr zu wollen. Dafür ist das Geschehen flüssig erzählt, womit es einigermaßen unterhaltsam ist und auch der Cast leistet durchaus solide Arbeit.
Dennoch hinterlässt "Schlacht um den Planet der Affen" einen überaus faden Beigeschmack und zwar besonders dann, wenn man ihn im Gesamtzusammenhang der Reihe betrachtet. Warum beispielsweise mehrere Affen, selbst die, die älter als Caesar sind, sprechen können, obwohl dieser doch der einzige sprechende Affe in der Menschenwelt war, nachdem seine Eltern verstarben, bleibt ein Rätsel, zumal im ersten Teil der Reihe nicht gerade von einer Blitz-Evolution der Affen die Rede ist. Darüber hinaus passen auch die verstrahlten Menschen nicht so recht in das Bild, das im zweiten Teil der Reihe gezeichnet wird, so harkt es hier letztlich doch an einigen Ecken und Enden.
Fazit:
Zwar ist "Schlacht um den Planet der Affen" in sich solide gestrickt und routiniert inszeniert, womit er nicht unbedingt als langweilig zu bezeichnen ist, liefert sich im Gesamtzusammenhang der Reihe aber zu viele logische Fehler, als dass man ihn als gut oder solide bezeichnen könnte.
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