Der Film ist leider eine Enttäuschung auf breiter Ebene. Auch ohne die Tatsache, dass der Regisseur für den genialen "Hereditary - Das Vermächtnis" verantwortlich ist, kann man dem Film zwar sein außergewöhnliches Setting zu Gute halten; was aber nicht heißt, dass man eine Story auf Sparflamme serviert, die Figuren so gut wie gar nicht vorgestellt werden und fast als einfache Statisten hätten durchgehen können und den Film so insgesamt in der Bedeutungslosigkeit verschwinden zu lassen.
Keine Spannung, eine kaum vorhandene Story und das unfreiwillig komisch wirkende Verhalten der Mitglieder der Kommune geben diesem Langweiler damit den Rest. Da hilft es auch nicht, dass es zwei bis drei gute und sehr intensiv dargestellte Szenen gibt, die den Film aber letztlich auch nicht retten können.
Zuletzt kommt noch hinzu, dass der Film in dieser Fassung zu lang (oder zu kurz?) ist. Da ich nur die Kinofassung kenne, werde ich mir die längere Version, die wohl nach den baldigen BD-/DVD-Releases ebenfalls erscheinen wird, auch noch ansehen, in der bitteren Hoffnung, dass der Film mehr Tiefe bekommt.
Es zeigt sich mal wieder, dass Regie-Rookies wie Aster nicht immer alles Gold werden lassen, was sie anfassen. "Hereditarity" ist ein grober Schlag in den Magen gewesen, ein Film den man (im positiven Sinne), nie wieder sehen möchte, weil er so verstörend war; "Midsommar" dagegen erreicht nicht einmal ansatzweise die Klasse von Asters Erstling.
Trotzdem bin ich auf die nächsten Filme von ihm gespannt!