Und die Asia-Grusel-Welle beschert uns auch weiterhin interessantklingende Filmtitel. Heute: SCHOOLDAY OF THE DEAD
Schauplatz ist mal wieder eine japanische Mädchenschule, in der mysteriöse Dinge vor sich gehen (auch wenn es sich hierbei anscheinend um eine gemischte Schule handeln soll, sind unter den Schülern höchstens 3 Jungs).
Die Story:
Die Schülerin Yuko begeht durch einen Sprung vom Schuldach Selbstmord. Da sie es aber immer war, die die Drehbücher für die Theatergruppe der Schule geschrieben hat, will nun diese Gruppe Yukos letztes, noch unbekanntes Stück "Der Engel mit den blauen Augen" aufführen. Im Verlauf der Proben für dieses Stück kommen aber weitere Schülerinnen ums Leben. Schnell kommt der Verdacht auf, dass ein Mörder umgeht, der verhindern will, dass jemand hinter das Geheimnis kommt, das in dem Theaterstück verborgen liegt ...
SCHOOLDAY OF THE DEAD ist weder ein "Ringu"- oder "Ju-on"-ähnlicher Schocker, noch ein Horror-Märchen a la UZUMAKI und auch mit Mystik hat der Streifen absolut nichts am Hut.
SCHOOLDAY ist eher als eine Art Thriller oder Krimi im "Wer ist der Mörder?"-Stil zu betrachten.
Dieses Rätselraten wird mit einigen sehr oberflächlich dargestellten Liebesbeziehungen vermischt, gegen Ende kommt dann noch ein Geheimbund aus kuckluxklan-ähnlichen Mützenmännern ins Spiel und fertig ist das grelle Durcheinander, das insgesamt zu einem dürftigen, unspektakulären Einheitsbrei verschmilzt.
Der Streifen beginnt zwar recht interessant, verliert jedoch schnell an Faszination und je weiter er voran schreitet, desto mehr sehnt man das Ende herbei.
Dieses (bzw. die Auflösung der Frage nach dem Mörder) fällt dann abermals nicht besonders überraschend oder spektakulär aus, so dass der Zuschauer für sein braves Ausharren nur minder belohnt wird.
Neben einem hier insgesamt relativ flach verlaufenden Spannungsbogen, hat der Film aber durchaus auch Vorzüge zu bieten: SCHOOLDAY erzählt seine Geschichte in angenehm ruhigen und schönen Bilder, die von bezaubernder Klaviermusik untermalt werden. Also durchaus ein Film für die Sinne ...
Mir war das allerdings etwas zu wenig, zumal sich der Unterhaltungswert des Films in meinen Augen eher in Grenzen gehalten hat.
SCHOOLDAY OF THE DEAD ist keineswegs ein schlechter Film, man kann ihn sich schon mal reinzieh’n, vom Hocker hau’n wird einen hier aber garantiert nix.
Mein Fazit daher:
Durchschnittliche Massenware aus dem Fernen Osten, das mit seinem Titel Hoffnungen weckt, die der Film nicht halten kann.
Von meiner Seite gibts daher keine Weiterempfehlung ...