Als der Kleinkriminelle Dragon Ching [ Max Mok ] nach seiner Haftstrafe wieder freien Fusses ist, versucht er ein normales Leben anzufangen, ordentlichen Beruf - in diesem Fall Kellner - zu tätigen und sich aus allem Gefährlichen rauszuhalten. Dieses gelingt nicht so ganz, sein alter und bester Freund Rubbish Pool [ Stephen Chow ] bringt ihn immer wieder in einige Streitigkeiten mit anderen Gangs. Ausserdem ist sein Objekt der Begierde, das Club Girl Gigi [ Ellen Chan ], auch nicht gerade die sicherste Partie, da sie selber den rüden Angriffen fremder Männer ausgesetzt ist, und er sich als natürlich Retter in der Not auch von der Seite Anfeindungen ausgesetzt ist.
Eines Tages kommt es dann knüppeldick: Gigi schreibt einen Abschiedsbrief und Rubbish Pool verlangt ihn als Rückendeckung für eine finale Schlacht...
Anfangs doch schon sehr behäbiger und auch fast langweiliger Film, der die erste Zeit keinen genauen Weg einschlägt und immer nur etwas von allem zeigt. Man wusste nicht, in welche Richtung er sich entwickelt und ob überhaupt; das wenige Gezeigte war schlichtweg uninteressant.
Letztlich wird ein Drama draus, vorher wars dann doch eine Liebesgeschichte, mit einigen ganz kurzen Einschüben von Action und ganz wenig Witz. Dieses kommt natürlich von Chow aus, der hierbei eher fehl am Platze ist, zumindest wirkt er so. Zu dem Zeitpunkt war die Komödienkarriere noch nicht voll entwickelt, er spielte in eher ernsteren Filmen mit, wie hier meistens als Kleingauner mit grosser Klappe. Interessanterweise ist hierbei übrigens eine der ersten Paarungen von Chow und Ng Man Tat, die später in fast jedem Film zusammen und unzertrennlich auftauchen sollten.
Ein Joke ist aber wohl unfreiwilliger Natur: Als eine Handvoll Männer Dragon verprügeln wollen und die Polizei auftaucht und einen schnappt und fragt, was er da macht, antwortet dieser mit "Morning exercise only".
Die erste Stunde ist wie gesagt sehr zäh, nichts Handfestes wird geboten; erst als die ersten Konflikte im mittlerweile Eheleben auftauchen und auch zwischen den Gangs, wird es Hand und Fuss. Dann kommt etwas Leben in die Bude, ausserdem versucht Autor Yip Wai Chung anscheinend zu zeigen, wie schwer es für das Pärchen mit ihrem gesellschaftlichen und sozialen Status ist, ihre Ehe aufrecht zu erhalten. "Liebe reicht nicht immer". Allerdings bleiben beide Charaktere recht wenig ausgereift und flach, man fühlt auch nicht wirklich mit ihnen.
Beide Enden selber sind gut gehandhabt, erst da merkt man auch erst, wozu die ganzen Umwege und Hänger vorher führen sollten.
Im grossen und ganzen ein komplett durchschnittlicher Film, teilweise sogar schlechter als das, der Abschluss selbst reisst einiges heraus.