Es gibt großartige Animationsfilme wie „Shrek“, „Die Unglaublichen“ oder „Ice Age“, die aufgrund starker Optik, lustiger Figuren und kunterbunter Geschichten beste Familienunterhaltung liefern. Und dann gibt es das Debüt eines gewissen Jason Wright, bei dem man meint, einige Programmierer hätten Mitte der Neunziger einige Tests absolviert.
Mitten im Weltraum: Die böse Katze Marlon Samtpfote ist auf der Suche nach dem Meisterknochen, der viel Macht mit sich bringen soll. Das Hunderaumschiff will dieser zuvor kommen, doch leider bestehen die verbliebenen Rekruten aus zwei Müllsammlern, die bisher durch jeden Test gefallen sind…
Nicht jeder kann das Niveau von Pixar und Konsorten erreichen, doch vorliegendes ist in jeder Hinsicht ein schlechter Aprilscherz: Mundpartien bewegen sich kaum bis gar nicht, Augen bleiben ausdruckslos und ein Tier in Fortbewegung, so auf vier Beinen im Gehen ist zu keiner Zeit anzutreffen. Fast noch schlimmer ist jedoch die Synchro der beiden Deppenhunde, denn der eine beginnt nahezu jeden Satz mit „Krass“, während der andere Dutzend Male ein „Schlabber mir eins“ von sich gibt. Unerträglich.
Entsprechend spielt sich die komplette Handlung in zwei Raumschiffen mit jeweils zwei Räumen ab und es wird ausschließlich gelabert, da sich die Tiere nicht bewegen können und nur herumsitzen. Immerhin kommen noch ein Heldenigel, eine Dalmatinerprinzessin und ein Erdmännchen zum Einsatz, während die Hunde in Nebenrollen kaum einer Rasse zuzuordnen sind.
Nun geht es schließlich um das Wettrennen um jenen ominösen Knochen, doch anstatt nach einer erwähnten Zeitreise (animationstechnisch ließ sich das nicht visualisieren) auf dem entsprechenden Planeten zu landen, endet die Geschichte mittendrin. Wer den Meisterknochen findet? Wird nicht beantwortet, denn da läuft bereits der Abspann und die Chose ist nach rund 67 Minuten beendet.
Kurzum: Purer Minimalismus trifft auf eine komplett unausgereifte Geschichte mit offenem Ausgang, während die technische Umsetzung unter aller Sau ist.
Da dürften selbst die jüngsten Zuschauer ohne sonderlichen Anspruch das Weite suchen…
2 von 10