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Lamberto Bava, Sohn von Mario Bava, bescherte uns Filme wie Dance of the Demons, Macabre und Delirium.1984 brachte er uns BLASTFIGHTER - DER EXEKUTOR.Kommen wir also zum Plot.

Nachdem Jake “Tiger“ Sharp (warum er mit Spitznamen Tiger heißt…womöglich weil er sich auf seine Feinde wie ein wildes Raubtier stürzt) kommt nach acht Jahren aus dem Kittchen, nachdem er im Dienst als Polizist den Mörder seiner Frau erschoss, der aus Mangel an Beweisen nie verhaftet wurde.Nach dieser Zeit plagen ihn aber immer noch Rachegefühle und er will auch noch den anderen der beiden Typen erwischen.Also lässt er sich von einem Kumpel die ultimative Waffe besorgen und steht kurz davor seine Tat zu vollziehen, traut sich aber nicht und versucht jetzt ein Gewaltfreies Leben draußen in der Natur zu führen.Die Knarre wird also erstmal unter den morschen Holzdielenboden seines neuen Heims versteckt.  

Aber selbst dort findet er keine Ruhe.Hier treiben nämlich Wilderer ein lukratives Geschäft, was Tiger ein Dorn im Auge ist.Er verteilt also erstmal ordentlich Prügel und hofft so die Angelegenheit geregelt zu haben, denn er hat den Typen ja auch schließlich gesagt das er kein Wichser ist und ihn in Ruhe lassen sollen.Wie man sich aber schon denken kann fangen die Herren jetzt erst so richtig an sein Leben zur Hölle zu machen.  

Um noch ein wenig Dramatik in die ganze Geschichte reinzubringen wird jetzt noch eine junge Dame eingeführt, die uns erst später als Tigers Tochter vorgestellt wird.Die steht nämlich erstmal in Tigers Haus und fragt nur ihn ob er Jake Sharp wäre.Als er die Tusse aus dem Haus haben will, weigert diese sich aber zu gehen und macht später am Abend noch Anspielungen darauf mit ihm schlafen zu wollen.Dazu kommt es aber (zum Glück) nicht.Dann taucht wenig später auch noch der gute Kumpel von Sharp samt Sohn auf, man braucht ja schließlich ein paar Leute die Tiger nahestehen, die dann früher oder später ins Gras beißen dürfen, damit sich schön viel Wut in Tiger aufstaut für seine spätere Rache.  

“Was wollen Sie denn mit der Babyflasche?“  
“Ich trink gern draus.“  

BLASTFIGHTER ist wirklich ein unterhaltsamer Italo-B-Movie mit allem was dazu gehört.Auch hier dürfen die Logiklücken nicht fehlen.Und gerade diese regen mal wieder zum Schmunzeln an und machen den Film noch um einiges unterhaltsamer, als er sowie so schon ist.  

So gibt es hier eine Szene in denen Jake, seine Tochter und Kumpel mit Sohn im Wald hocken und hilflos versuchen Funkkontakt mit der örtlichen Polizeistation aufzunehmen, obwohl diese sich doch ganz in der Nähe befindet.Und anstatt das man sich jetzt zusammen auf den Weg macht, läuft Jake schnell in die Stadt und gibt der Polizei bescheid, während seine Tochter und die anderen zwei immer noch im Wald stehen und auf Rückmeldung hoffen….Einfach herrlich.  

An Schauspielern gibt es hier Michael Sopkiw (Der Monster-Hai, Fireflash) als  auf Rache sinnenden Ex-Cop, Valentina Forte (Cut and Run) als Tochter von Tiger, die aus nur einem Auge heulen kann und George Eastman (Man-Eater) als humpelnden Holzfäller, der ebenfalls noch eine Rechnung mit Tiger offen hat, zunächst aber einen auf best Friends macht.  

Für Freunde von billigen Italo-Produktionen bestimmt mal einen Blick wert.

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