Review

Der Jäger auf der Ripoffüberholspur

Ein Film, der in den ersten 15 Minuten sowohl "Bambi" als auch "First Blood" zitiert, kann nicht schlecht sein... In diesem sleazy Italo-Actioner von Lamberto Bava folgen wir einem Ex-Knasti sowie Ex-Cop (!), der sich in eine einsame Holzhütte in den amerikanischen Wäldern und Bergen zurückgezogen hat. Doch eine Bande von ekligen Wilderern lässt ihm weder Ruhe noch Frieden...

Der Name ist Programm

"Blastfighter" ist sicher nicht Bavas goldenste Stunde, aber das garstig-käsige Teil hat einige erschlagende Argumente auf seiner Seite. Die amerikanische Wildnis. Seine äußerst räudige Gang- und Mundart. Geile Bärte an kernigen Typen. Ein humpelnder George Eastman z.B.; ein Kerl namens Tiger. Wie soll man(n) das nicht toll finden?! Fabio Frizzis stechende Synthieklänge - auf die er stolz sein sollte und für die er sich kein Pseudonym hätte überziehen müssen. Sprunghafte, lose Erzählweise. Aber viel Krachendes, Lachendes, Abfuckendes. Ein Massaker der Holzfällerhemden. Etliche Actionhits aus Amerika werden zitiert bzw. eher kopiert. Aber das macht nichts, das ist ja Teil des Spaßes. Ekelmachos und Heldenmachos auf engstem Raum. Countryballaden auf Matschmassaker. Testosteronoverkill. Mehr Holz vor der Hütte als Dolly Buster. Ein Mittelfinger an Actioner mit dem zehnfachen Budget. Kackdreistes, strunzdummes und taufrisches Bahnhofskinobömbchen. 

Fazit: Kurzweilig, knackig, cool. "Blastfighter" ist ein feiner Motherfucker von schlockigster Italo-Grindhouse-Abstammung. Sieht rot wie Chianti. 

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