Review

Warum ich „Fright Fest“ geschaut habe – ganz ehrlich gesagt glaube ich, ich hab den Film mit einem anderen, mir empfohlenen, verwechselt!

Dumme Sache und als Folge: reine Zeitverschwendung!

Ante Novakovic hat zwar schon ein paar Filme zusammen gestoppelt, dann aber immer für kleines Geld und noch kleineres Talent, weswegen wir uns auch nicht unbedingt damit aufhalten sollten.

The Story of the Slasher: Spencer Crowe soll wohl mal sowas wie Regielegende John Carpenter gewesen sein, dann aber hat er ordentlich gesoffen und gekokst und hat die falschen Leute angepisst und nun ist er arbeitslos, was nicht eben förderlich für die Stimmung ist. Da kommt ein Lokalpolitiker auf die Idee, dass er mal seine Wahlkampagne pushen könnte und was wäre da besser (falls es Republikaner sind, z.b.), als eine Art Horrorführung in einem stillgelegten Irrenhaus zu veranstalten. Passt perfekt.

Fehlt sonst noch was?

Ach ja, zwei flüchtige gemeingefährliche Kriminelle auf der Ausbruchstour, die natürlich genau nebenan durch die Gegend fliehen. Der Film bemüht sich zu Beginn zwar ganz enorm, den einen als den Elternkiller mit dem Kindergesicht zu etablieren, so dass man denkt, man weiß was kommt, aber irgendwann erinnerte sich der Autor an Ausbrecher Nr.2 und der entpuppt sich, ganz plötzlich, als Mischung aus Norman Bates und Jason Vorhees, erinnert sich an die schöne Zeit, in der er hier in der Anstalt noch in der Geschlossenen saß und gequält wurde und empfindet die hier aufgebaute Geisterbahn als Affront, welchen man in Grund und Boden verhackstücken muss.

Das ist dann der ganze Gag, dass man eben den ultrabrutalen Meuchler lange Zeit für einen der Angestellten hält, der in den einzelnen „horror rooms“ eben eine geplante Show aufführt, stattdessen aber den finalen Showstopper spielt. Zwischendurch darf sich Dylan Walsh (der seit "Nip/Tuck" und "Unforgettable" ziemlich runtergekommen ist) wie ein Arsch benehmen, was ziemlich schnell ziemlich langweilig wird, während er seinen kleinwüchsigen Assistenten durch die Gegend scheucht. Ein paar Mädels hüpfen auch durch die Gegend, aber Novakovic bekommt das Kunststück hin, keines so zu exponieren, dass man bis 15 Minuten vor Schluss schon weiß, wer das „final girl“ sein soll.

Die einzige Wendung, die der ganze Plot hat (ich darfs verraten, es ist wirklich stinklangweilig), ist eben, dass der rasende Killer der eigentliche Mörder der Eltern des anderen Sträflings ist, aber auch das kann den Film dann nicht mehr retten.

Das Schlimmste an diesem bewährten Plot ist eigentlich die Darreichungsform. Bemühte Rudimentärdialoge, schlechte Darsteller, unattraktiv gefilmt und ohne Raffinesse bei der Bildgestaltung holpert der Film von Set Piece zu Set Piece und schreit in jeder Einstellung: hey, wir sind eine C-Produktion! Bei Spencer Crowes Auftritten (wozu benötigt man zur Koordinierung von ein paar Thrill-Ride-Scares der einfachsten Sorte überhaupt einen Hollywoodregisseur – genau, für das Werbeplakat) wartet man die ganze Zeit nur darauf, dass der Arsch endlich ablebt und viel zu spät ist es dann soweit. Er absolviert übrigens 80 Prozent seiner „Auftritte“ in seinem abgetrennten Büroset, eine von etwa 100 red flags im ganzen Film.

Am Ende sind etwa 50-100 Leute tot und die Glücklichen, die führungslos im Finale im gesenkten Ententrab statt der geforderten Panik aus der halb brennenden Butze joggen, bekamen auch sicherlich ihre 20 Dollar und sind dann zu Taco Bell gegangen oder in die nächste Bar.

Der Film kursiert relativ frei im Netz, aber ich rate von einer Suche ab, denn trotz enormer Opferquote fehlt es hier an allem, vor allem an jeglichen deftigen Details und viel roter Saft ist auch nicht zu sehen. Ich hab mich dann auch dem Ende entgegen gespult, es reicht mir nur zu 2/10.








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