Sex and drugs and heads will roll
Künstlerin Dezzy hat nur noch drei Tage, um ein bereits bezahltes Bild zu einer Vernisssage fertigzustellen. Da sie in letzter Zeit nüchtern nichts mehr auf die Reihe kriegt, besorgt sie sich bei ihrem Dealerfreund die neue Designerdroge „Bliss“. Auf das erste High folgen bald fatale Nebenwirkungen.
TRAINSPOTTING, REQUIEM FOR A DREAM, BAD LIEUTENANT – verkrachten Existenzen beim endgültigen und unausweichlichen Drogenabsturz zuzusehen wie einem Autounfall in Zeitlupe, ist schon ein ganz eigenes Subgenre. Aber wahrscheinlich wurde es noch nie so konsequent umgesetzt wie hier.
BLISS entspricht ungefähr der Erfahrung, mit zugedröhnten Fremden nächtelang durch Doom Metal-Clubs zu ziehen – und dabei als einziger nüchtern zu bleiben. Ja, das ist ein Erlebnis, aber es ist höllisch anstrengend.
Wer diesen Rausch aus Drogen und Alkohol, Clubs und Klos, Blut und Brüllerei, Splatter und Stroboskoplicht, Nacktheit und Primärfarben überstanden hat, weiß zumindest, ob er sich je wieder einen Film von Joe Begos anschauen wird oder eher nicht.