Review

Fein kommt hier keiner raus


Esse niemals Burger von einem fremden alten Mann - denn sie könnten aus Menschenfleisch sein und somit einen fiesen Monsterfluch auf euch ziehen, der hier einen jugendlichen Camper nach dem anderen in der Luft zerreißt. Und nur für diejenigen sichtbar ist, die ebenfalls das Fleisch verköstigt haben! Eine Mischung also aus „Wilderness“ und „It Follows“?! In etwa. 

„The Young Cannibals“ schwimmt gekonnt auf dem Retrotrend mit - von seinen feinen Synthies übers coole Poster bis hin zum simplen Monsterdesign irgendwo zwischen Xenomorph und Venom. Damit kann ich sehr gut leben! Denn das kannibalische Treiben spielt seinen Stiefel sehr sympathisch runter, einige Charaktere sind zumindest an der Oberfläche mögenswert genug um deutlich mitzufiebern und ich mag seine Art, gar nicht mehr vorzugeben, als er eigentlich ist. Klar gibt’s da eine metaphorische Ebene drunter - aber die kann man auch ignorieren und das Ding rennt dennoch ohne Probleme und nicht kopflos durch den Wald. Eine Infusion 80er in das Bein eines „Dog Soldiers“ oder „The Descent“, ohne je wirklich auf deren Niveau zu kommen, und fertig ist eine erfolgreiche Hatz. Sättigt nicht nachhaltig, schmeckt aber erstaunlich gut. Selbst wenn es 10-20 Minuten weniger auch getan hätten. 

Fazit: it's a Mooonster Maaaash... Leckerer Throwback - saftig, straight und gut durch. Ein paar Minuten zu viel auf der Uhr und jetzt nicht das ausgefeilteste Creature Design rütteln wenig an meinem Geschmacksergebnis: dieser britische Retroburger ist gelungen! 

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