kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 05.10.2007
Takashi Miike kann auch anders und das beweist er mit einem Yakuza-Drama, das voll und ganz auf kranke und verkorkste Konventionenbrüche verzichtet, um anstatt seiner ein ruhiges Undergrouddrama zu inszenieren, das sich behäbig entwickelt, mit für Miikes Verhältnis erstaunlicher Geduld. Die zwischengeschnittenen Jazz-Sequenzen im Club verleihen dem Film Authentizität, Gefühl und Struktur und charakterisieren zugleich das nicht uninteressante Milieu, das hier gezeichnet wird. Leider fehlt der letzte Kick, derjenige Pinselstrich, der das ansehnliche Bild zu einem Meisterstück gemacht hätte. Dafür bleibt Miike dann doch zu sehr auf sicherem Boden.
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