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Rick Davenport (Jeffrey Combs) hat für die amerikanische Regierung ein waffenbestücktes Super-High-Tech-Motorrad, genannt Cyclone, gebaut. Hinter ebendiesem ist Gangsterboß Bosarian (Martin Landau) her, und da er ein grenzenloser Optimist ist, hat er das Bike - obwohl noch nicht in seinem Besitz - gleich für 'ne schöne Stange Geld weiterverkauft. Ein fieses Killerpärchen soll die wertvolle Ware nun besorgen und Davenport sowie dessen Freundin Teri Marshall (Heather Thomas) beseitigen. Das gelingt jedoch nur zum Teil. Rick überlebt die heimtückische Attacke zwar nicht, wohl aber Teri, die sich prompt mit der Maschine aus dem Staub macht. Tja, dumm gelaufen für Bosarian, denn seine Geschäftspartner bestehen auf die vereinbarte Lieferung. Und Spaß verstehen diese Herrschaften keinen. Die Jagd auf Cyclone beginnt...

Der 1987 entstandene Cyclone zählt zu den besseren Filmen des umtriebigen B-Filmemachers Fred Olen Ray (Hollywood Chainsaw Hookers, Evil Toons, Super Shark), nicht zuletzt, da ihm hier ein ordentliches Budget zur Verfügung stand. Der Streifen sieht überraschend gut aus, ist toll besetzt - neben Jeffrey Combs (Re-Animator), Heather Thomas (The Fall Guy aka Ein Colt für alle Fälle) und Martin Landau (Alone in the Dark) spielen unter anderem noch Robert Quarry (Count Yorga, Vampire), Troy Donahue (Cockfighter) und Bond-Girl Martine Beswick (Thunderball) -, gefällig inszeniert, und erfreut sein Publikum darüber hinaus mit einer großzügigen Prise Achtziger-Jahre-Flair. Außerdem schindet der Regisseur mächtig Eindruck mit einigen spektakulären Action-Set-Pieces. Vor allem in der zweiten Filmhälfte geht es rund, wenn sich waghalsige Stunts mit wilden Crashs abwechseln (und daß so ziemlich alles explodiert, was explodieren kann, versteht sich natürlich von selbst). So segelt ein von seinem Motorrad abgeworfener Stuntman durch die Luft, Autos wirbeln sich überschlagend durch die Gegend und ein brennender Mann läuft schreiend umher. Das mag jetzt niemanden vom Hocker reißen, aber für ein B-Movie ist das durchaus beachtenswert. Beachtenswert ist neben der hübschen Heather Thomas auch Hardbody Ashley Ferrare (Revenge of the Ninja) als Teris Freundin Carla Hastings, die ihren gestählten Luxuskörper routiniert vor der Kamera spazieren führt. An sie ist auch der schönste Spruch des Filmes gerichtet: "You're as plastic as your tits!"

Cyclone ist somit Freunden von anspruchslos-unterhaltsamer 80er-Jahre-B-Action gleichermaßen ans Herz gelegt wie eingefleischten CGI-Hassern. Denn im Gegensatz zu manch neumodischem Actionkram aus dem Computer fliegen hier noch echte Autos durch bzw. in die Luft.

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