Eines war mir schon seit längerem klar, als ich diesen Film mir damals in der Videothek auf VHS auslieh: bei Filmen von Fred Olen Ray-muss man besodners vorsichtig sein, da diese oft sehr gewöhnungsbedürftig sind und oft mft spürbar zu niedrigem Budget gedreht wurden, wenn man da an sein Machwerk "Monster aus der Galaxis aka Biohazard" oder den später herausgebrauchten Asylum-Hai-Trash "Supershark" denkt.
Und auch wenn der Name Fred Olen Ray eher für Schund und Trash steht, der sicherlich auch eine fangemeinde besitzt, so war ich von seinem Film "Deep Space" einfach nur begeisert.
Nicht nur weil "Deep Space" mit erkennbaren höheren finaziellen Mitteln produziert wurde, sondern auch weil hier Knautschgesicht Charles Napier, den wie als fiesen Sadist aus "Russ Meyer's Superwixens" oder als Marshall Murdock aus "Rambo II - Der Auftrag" kennen und den ich persönlich eigentlich immer recht gerne hatte.
An seiner Seite spielt hier in "Deep Space" die reizende Ann Turkel, die mir noch gut aus dem Horrorfilm "Das Grauen aus der Tiefe" von 1980 bekannt war.
Aber nicht diese zwei Darsteller allein machen "Deep Space" zu einem guten Film, sondern einfach die ganze Show.
es ist eben ein Monsterfilm, der alten Schule... zwar vorhersehbar, aber dennoch unterhaltsam und das Alien... na ja okay, dessen Aussehen hat wohl Olen Ray ganz offensichtlich von H.R.Gigers Alien abgeschaut, aber das macht überhaupt nichts.
"Deep Space" fängt ein wenig wie die typischen Sci-Fi- und Horrrorfilme der 1950er an... ein vermeintlicher Meteorit stürzt zu Boden und ein Pärchen in der Nähe schaut nach und wird doch promt opfer einer Kreatur, die wir natürlich erst gegen Schluss in voller Pracht zu Gesicht bekommen.
Zugegeben, "Deep Space" ist nicht sehr originell und selbst die Dlaloge sind nicht die eines erstklassigen Science fiction-Blockbusters, aber der Film hat einen ganz bestimmten Charme und Flair, den eben doch nur die Filme aus den spätem 1980er besitzen.
Es ist eine simple Story, Haudrauf-Cop Detektive McLemore und die Polizistin Carla Sandbourn gehen auf Monsterjagd, da 1. ein vom Militär als baktiologische Superwaffe entwickeltes Ungeheuer die Stadt unsicher macht und 2. das ein spinnenartiger Ableger des Monsters McLemores Parrner und Freund Jerry getötet hat...
Das ganze wird mit viel Schleim, unheimlichen Monstergeschrei und Kunstblut (ohne nennenswerte Splattereffekte) auf zelluloid gebracht... bis auf das Ende bzw. dem Finale, denn da fließt sehr viel rote Farbe.
In einer Dokumentation über Horrofilme behauptete Regisseur Olen Ray in einem Interview, dass "Deep Space" sein damalig teuerster Film gewesen war und dass sieht man ihm auch an.
Mir macht "Deep Space" großen Spaß, doch leider gibt es ihn bis Datum nur auf VHS, aber ich hoffe, dass ihn alsbald ein Label entdeckt und ihn entweder auf DVD oder Bluray herausbringt.
"Deep Space" ist ein kleiner, aber feiner Monsterfilm, der versucht den alten Klassikern zu huldigen, was ihm eigentlich auch recht gut gelungen ist.