Die beiden Stiefschwestern Mia und Sasha und ihre Freundinnen Alexa und Nicole unternehmen heimlich einen Tauchgang in einem unterseeischen Höhlen-System, in welchem Mias Vater just erst eine alte Stätte der Mayas entdeckt hat und nun dabei ist, diese zu kartografieren. Kurz nach dem Abtauchen verursachen die Mädels versehentlich einen Einsturz... und müssen kurz darauf feststellen, dass sich neben ihnen auch noch einige blinde Haie in der Höhle herumtreiben, die perfekt an das Leben in völliger Dunkelheit angepasst sind und es nun auf sie abgesehen haben. Da der Eingangs-Tunnel nun blockiert ist, müssen die Girls nun schnellstens einen anderen Weg an die Oberfläche finden, bevor die Haie sie erwischen oder ihnen die Luft ausgeht... Johannes Roberts hat sich sicherlich nicht lange bitten lassen müssen, um eine Fortsetzung zu seinem eigenen Überraschungs-Hit "47 Meters Down" von 2017 abzuliefern, der ihm mehr als jeder seiner vorhergehenden - und teils ziemlich grottigen - Genre-Streifen dabei geholfen hat, kräftig die Karriereleiter hochzuklettern... auch wenn dieser als Survival-Thriller mit Haien lediglich ganz nett und an und für sich mal echt nicht besonders aufsehenerregend gewesen ist. Dankenswerterweise ist sein "47 Meters Down: Uncaged" aber trotz eines in seinen Grundzügen ähnlichen Szenarios keine schlichte Kopie des Vorgängers und im direkten Vergleich sogar der bessere Film geworden, der das gruselige Ambiente seines Unterwasser-Settings sowie die fies aussehenden, blinden Haie ganz geschickt zu seinem Vorteil nutzt, um ein paar echt gut getimte Schocks zu setzen. So ist das Ganze dann auch inszenatorisch etwas hochwertiger ausgefallen, als man es erwartet hätte, strapaziert mit seinen 90 Minuten Laufzeit die Geduld des Publikums nicht über Gebühr... und kommt auch im dritten Akt nicht urplötzlich mit einem bescheuerten Plot-Twist um die Ecke, um sich kurz vor Schluss noch unnötigerweise selbst zu torpedieren, wie das im ersten Teil der Fall gewesen ist. Dass die vier Mädels trotz Tauchmasken und Atemgeräten im Mund unter Wasser glasklar miteinander kommunizieren können, muss man halt als notwendige dramaturgische Stütze des Drehbuchs akzeptieren... hat man diese Hürde jedoch genommen, kann man sich an einem recht atemlosen Vertreter aus der Sparte Haifisch-Horror erfreuen, der anders als "Sharknado" & Co NICHT mit feistem Trash-Appeal kokettiert und mal echt auch nicht so hundsblöde geraten ist wie das aktuelle Netflix-Exemplar "Im Wasser der Seine"! Also, wenn Spielbergs "Der Weiße Hai" immer noch ein Sterne-Menü ist, dann ist "47 Meters Down: Uncaged" sicherlich nur aufgewärmte Tiefkühl-Kost, klar... aber so'n Fischstäbchen zwischendurch ist ja auch mal ganz lecker. Ach ja, die Töchter von Sylvester Stallone und Jamie Foxx geben hier übrigens ihr Kino-Debüt, machen einen guten Eindruck im Bikini und Taucheranzug und sind darstellerisch keinesfalls überfordert, aber ob es im Anschluss hieran zu 'ner richtigen Schauspiel-Karriere für die beiden langt, wird sich noch zeigen.
7/10