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Marga Nielsen (Suzanne v. Borsody) hat ihren Mann erschlagen, verschweigt seit elf Jahren das Motiv und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nun kämpft sie um vorzeitige Entlassung, um das Sorgerecht ihrer nun 14-jährigen Tochter zu erhalten, deren Pflegeeltern umkamen.
Die Psychologin Ulrike Mertens (Ann-Kathrin Kramer) soll ein Gutachten erstellen, um eventuell haftmildernde Umstände festzustellen.
Jedoch schweigt Marga weiter...

Ein recht solides deutsches Krimidrama, dessen Glanzlicht Susanne von Borsody ist, die sehr überzeugend die selbstgerechte und geheimnisvolle Mörderin spielt.
Ann-Kathrin Kramer hingegen spielt lapidar und zuweilen dilettantisch, die aufstrebende Universitätsdozentin. Der Versuch betrunken zu wirken ist der Gipfel der Laienhaftigkeit.
Auch die anderen Schauspieler, die in anderen Filmen durchaus glänzten, sind hier farblos.
Der Plot ist anfänglich lahm, steigert sich zum Ende jedoch zu einem überraschenden Höhepunkt. Die übliche Einbindung eines Techtelmechtels (Jan Josef Liefers) wirkt konstruiert und fehl am Platze - von der billigen "Das Schweigen der Lämmer"-Nachahmung ganz zu schweigen.
Fazit: Ein gediegener Fernsehfilm mit nettem Drehbuch und nur sehenswert durch die Leistung Suzanne von Borsodys, die zurecht mit Preisen überschüttet wurde. Deswegen gerade noch 6 von 10 Punkten.

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