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Die Vorgeschichte des Jokers als langatmiges, in unser Realität spielendes Sozialdrama - für mich eine der herbsten Enttäuschungen des Kinojahres, wobei mich schon der Trailer skeptisch machte. Es ist wie ein halbherziges Remake von TAXI DRIVER, nur mit Harlekinschminke. Die Verwandlung des gewöhnlichen traurigen Clowns zum späteren Erzfeind des Dark Knights ist nicht glaubwürdig oder in psychologischer Hinsicht faszinierend. Durch die Entmystifizierung des wohl geheimnisvollsten Batman-Schurken wird diesem eher geschadet als ein Gefallen getan. Allein schon das unmotivierte, aufgesetzte Gegacker von Joaquin Phoenix wird dem Clownprinzen des Verbrechens nicht gerecht und kommt nur albern rüber. Ganz mies gespielt! Wäre die tolle Zazie Beetz nicht mit dabei, wäre die Nummer gar nicht zu ertragen! Ich bin wohl der Einzige, der lieber mehr von Jared Letos Joker gesehen hätte.