Im Film geht es (vordergründig) um das Nachholen eines Konzertbesuchs der Kult-Ska-Gruppe "Madness", welcher von den drei Schülern Alexander, Ole und Paul im Sommer nach deren Abitur geplant war und aus verschiedenen Gründen nicht statt fand. Man trifft sich also nach über 30 Jahren wieder in der alten Kleinstadt, in der man die Schulbank gedrückt hatte. Natürlich haben sich die Protagonisten in diesen Jahren entsprechend weiter entwickelt, und das nicht nur zum Guten...
Bastian Pastewka spielt seine Paraderolle - die des versnobten Loosers, der mit seinem Genauigkeits - und Ordnungsfimmel immer wieder aneckt. Aber auch unter dieser Fassade steckt ein Geheimnis.
Fabian Busch, einer der Computernerds aus "23", spielt Ole, einen Autor von Themenbüchern, erfolgreicher als geahnt.
Hans Löw spielt den (man sagt wohl) Lebenskünstler, nett aber mit einem Hang zum Kriminellen.
Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner sind in kleinen Nebenrollen dabei, was sicher dem Regisseur Eoin Moore zu verdanken ist, der auch in den Polizeirufs der beiden die Regie innehat. Seine Tochter Zoe spielt übrigens eine kleine Nebenrolle als Kifferin.
Ob wir "Madness" noch sehen werdem, sei hier nicht verraten - aber die Musik wird uns den ganzen Film über begleiten, und zu Anfang wird "Our House" in voller Länge gespielt - wen das nicht reizt, hat den Anfang der Achtziger nicht als Jugendlicher erlebt.
Was positiv überrascht, ist die gelungene Vermischung von Komödie und ernsthaften Problemen der Ehemaligen, die zu keiner Zeit unpassend wirkt. Viele witzige Einfälle (z.B. das "Wiederholen" des Autos aus dem Polizeigewahrsam) kommen dazu, und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Natürlich gibt es auch Ungutes zu berichten: AC/DC wird in diesem Film schlecht gemacht und als Gegensatz zu Madness aufgebaut - also ich hör beides!
Und einen Song von Heino muß man auch noch ertragen... :-)
Alles in allem eine sehr kurzweilige (Tragik)-Kömödie, die wirklich unterhält und mit drei Hauptdarstellern in Hochform. Und das alles mit guter Musik unterlegt.
8/10