Review

iHaveCNit: Ad Astra – Zu den Sternen (2019)
19.09.2019

Science-Fiction hat es immer sehr leicht bei mir. So auch der neue Film von James Gray, der zuletzt den Abenteurerfilm „The Lost City of Z“ mit Charlie Hunnam inszeniert hat, „Ad Astra – Zu den Sternen“. Mit „Ad Astra“ liefert Gray ein faszinierendes Science-Fiction-Abenteuer mit Brad Pitt in der Hauptrolle, das sowohl die Reisen „Outer Space“ als auch die Reisen ins „Inner Space“ thematisiert.

In der nahen Zukunft wird die Erde von elektromagnetischen Wellen, die vom Neptun ausgehen bedroht. Der erfahrene Astronaut und Raumfahrt-Ingenieur Roy McBride wird mit einer Mission betraut, Kontakt zu einer verschollenen Raumfahrtmission namens „Lima Project“ aufzunehmen, deren Forschungen mit Antimaterie scheinbar mit den elektromagnetischen Wellen zu tun haben. Damit macht sich Roy auch auf die Reise nach seinem ebenfalls lange verschollenen Vaters und Raumfahrt-Legende Clifford McBride.

„Ad Astra“ ist unfassbar schön gefilmt mit tollen Bildern von Hoyte van Hoytema, die mit einem tollen, sphärischen Soundtrack von Max Richter und in Teilen von Lorne Balfe unterstützt werden. Optisch wird das dann noch mit einem schönen und detailreichen Produktions- und Setdesign ergänzt. Der Regisseur James Gray schafft in meinen Augen einen tollen Spagat. Anstatt uns mit dem Holzhammer Momente der Action und der Spannung unter die Nase zu reiben, lässt er die großartigen Action- und Spannungssequenzen vollkommen unaufgeregt, ruhig und natürlich ablaufen. Gepaart mit der audiovisuellen Gestaltung des Films ergibt das einen wunderbaren Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ebenfalls unaufgeregt und vollkommen aufs Wesentliche reduziert ist Brad Pitts Schauspiel, der mir in 2019 sowohl im neuesten Tarantino als auch hier richtig gut gefällt. Es sind die kleinen, feinen, nuancierten Emotionen und Gefühle, die uns von Pitt präsentiert werden und die vermutlich für den ein oder anderen etwas unpassenden Voice-Over haben für mich entsprechend perfekt für die eher introvertierte und rational analysierende Figur von Brad Pitt gepasst. Die philosophischen und melancholischen Ansätze des Films braucht der Film für mich nicht unbedingt zu beantworten. Es reicht schon vollkommen für mich aus, wenn er mich anregt, mir selbst meine eigene Gedanken hierzu zu machen. „Ad Astra“ liefert einen großartigen Mix aus „Gravity“ ; „Interstellar“ und vor allem „Apocalypse Now“ - und er ist mein diesjähriger „Aufbruch zum Mond“ - vermutlich auch, weil ich einfach mal nach langer Zeit wieder mal meine Höchstwertung geben möchte.

„Ad Astra – Zu den Sternen“ - My First Look – 10/10 Punkte.

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