Nicht so fürchterlich wie erwartet - zumindest für sich allein genommen. Trotzdem ist LAST BLOOD natürlich des RAMBO-Titels vollkommen unwürdig. Wer möchte allen Ernstes die ehemalige Einmannarmee als Farmer und Familienmenschen sehen oder durch einen Nachtclub latschend? Das Ding fühlt sich auch nicht an wie etwas, das eine Kinoauswertung verdient hätte, sondern eher wie ein veraltetes Action-B-Movie für eine DVD-, Blu-ray- und Streaming-Premiere, schon zumal das Geknalle knapp bemessen ist und stattdessen Seifenoper viel Raum einnimmt. Das finale Massaker ist ratzfatz schon wieder vorbei. Hinzu kommt, dass der Film sich bei der Latino-Klientel einzuschmeicheln versucht und viel auf Spanisch gesprochen wird. Die Amis haben jedoch keinen Bock darauf, im Kino Untertitel zu lesen. Hoffentlich schickt Sly seinen Rambo nun wirklich endlich in Rente - und sich selbst am besten gleich hinterher.