Der beste Horrorfilm des Jahres!
Jellicle Rotz, was ist das denn für 'ne Katastrophe,
Jellicle Kotz, hier ging ja mal nahezu alles in die Hose.
Da kommen Peele, Eggers, Aster mit ihren neuen Horrorshows,
und am Ende des Jahres hatte ich bei diesem unfreiwilligen Grusical den größten Graus.
„Cats“ war schon mit seinen ersten Trailern fertig,
irgendwie hat man's geschafft, dass es wirkt im fertigen Film noch weniger wertig.
Da hilft kein Patch, kein Fan des Musicals zu sein,
bei diesem Katzenjammer kann man nur flüchten und schrei'n.
So viel Talent, von Regie bis zu Dame Dench,
doch diesen Film brauchte leider wirklich kein Mensch.
Einen Sir Ian McKellen darin zu sehen schmerzt fürchterlich,
selten verzog ich derart ungläubig meine ganzes Gesicht.
Das Musical hat Fans, ist Kult, aber auch schon angestaubt,
doch diese schaurige Verwurstung dir den Glauben an die Menschheit raubt.
Die Effekte sind unfertig, der Gesang und die Welt höchst artifiziell,
da haut sich selbst das Nachbarskind den Kopf frustriert gegen's Gestell.
„Cats“ ist ein Tiefpunkt der sprachlos macht,
und ich hab dabei noch nichtmal wirklich über diesen Hochglanz-Trash gelacht.
Zum Großteil herrscht einfach nur gähnende Leere,
da spiele ich lieber zwei Stunden mit einer rostigen Schere.
„Memories“ ist ein guter Song, der rettet's noch minimal,
doch ansonsten hängt hier alles schief und ist bis in den Kern richtig schal.
Selbst Swifties sollten hier 'nen Würgreflex bekommen,
und Fans des Musicals sehen hierbei wohl schon nach Minuten verschwommen.
Keine Geschichte, keine Choreos, kein Wow nur noch Warum,
hier bleibt wohl selbst Andrew Lloyd Webber peinlich berührt stumm.
Eines der künstlichsten, schlimmsten Filmmusicals, dass ich je sehen musste,
darüber legt man besser den Mantel des Schweigens mit einer dicken Kruste.
Tiefpunkte der Talfahrt sind wohl Corden und Wilson,
unterhaltsam ist dieser psychedelische Gähner sicher nichtmal auf Pilzen.
Da wird's Himbeeren statt Goldjungen regnen,
diesen computergenerierten Missgeburten will ich nie mehr im Leben begegnen.
Zwitterwesen aus Fell, wie Ausgeburten der Hölle aus Satans Bauch,
diesen Quatsch zu meiden wird sicher weltweiter Brauch.
Fazit: eines der größten filmischen Desasters des Jahrzehnts. Ein peinlicher, hässliche Schandfleck im Schaffen aller Beteiligter. Absolut furchtbar und katastrophal in nahezu jeder Hinsicht. Schmerzhaft und lachhaft. Und gerade deswegen sehenswert? Vielleicht sogar bald Kult?!? Naja, kommt drauf an, wie masochistisch man veranlagt ist. Vor allem brutal langweilig. Krasse, wirre, dämliche Scheisse. Man kann es nicht freundlicher sagen.