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Stanton Junior tritt die Nachfolge seines verstorbenen Vaters an der Spitze der Firma an. Damit steht das Projekt von Dr. Gordon, Mark Manning und Karen White auf der Kippe: Es geht darum, in Vergangenheit und Zukunft schauen zu können. Bislang beschränken sich die Erfolge darauf, bis zu 24 Stunden in die Vergangenheit schauen zu können. Stanton jr. sieht darin jedoch keine wirtschaftliche Verwertbarkeit und fordert sofortige Resultate bzgl. der Zukunftsvorhersagen. Ansonsten werde das Budget für die Entwicklung neuer Waffen verwendet.

Das mitnichten früher alles besser war beweist uns hier die Reise ins Zentrum der Zeit überdeutlich. Was hier allein an wissenschaftlichen Müll verzapft wird, dürfte selbst im Jahr 1967 selbst die Vorschüler zum Lachen gebracht haben. Dazu kommen einfachste Studiokulissen aus dem Hause Pressspan und Söhne durch die sich die Mitwirkenden kämpfen müssen. Von Außenaufnahmen ist jedenfalls keine Spur. Sehr lustig dafür die Komparsen, die in den spartanischen Hintergründen versuchen konzentriert wichtige Tätigkeiten und konzentrierte Beschäftigkeit zu simulieren versuchen.
Wir befinden uns ja hier im Reich der Science Fiction, dann werfen wir doch mal einen Blick auf die Effekte und staunen, denn es gibt sie schlicht nicht. Das höchste der Gefühle ist da die Simulation eines Sauriers, der durch schlichte Großaufnahme einer simplen Eidechse gelöst wird oder die Darstellung der Zeitreise an sich, die durch einfache, aber minutenlange, Archivaufnahmen vergangener Filme dargestellt wird. Rückwärts gereist wird durch Bilder aus dem 2. Weltkrieg, danach welche aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, dann Piratenfilme usw., billiger und zeitschindender geht's nimmer. So kommt selbst bei der kurzen Laufzeit von etwa 74 Minuten gehörig Langeweile auf, besonders auch am Schluß, als ebenfalls wieder minutenlange Szenen von vorher präsentiert werden, lediglich mit einfacher Stimmverzerrung.
So ist die Reise der drei Forscher nebst ihrem arroganten Financier erst 5000 Jahre in die Zukunft und anschließendem Trip 1 Mio Jahre in die Vergangenheit wirklich kein unterhaltsames Spektakel. Die Noname Darsteller labern sich zu Tode und das Finale setzt sich eine Krone der Unlogik auf, von der man dachte sie wäre die vielen Minuten davor bereits vergeben. Da taucht plötzlich eine zweite Zeitkapsel auf, im letzten Bild fliegt man durch den Raum, anstatt wie vorher auf dem Fleck und nur durch die Zeit und vom Großvater Paradoxon will ich gar nicht erst reden, wenn der Chefwissenschaftler und Erfinder in der Vergangenheit stirbt und somit die ganze Entwicklung gar nicht erst hätte stattfinden können.
Leider zieht sich auch dieser Film wie ein roter Faden durch die Jules Verne Gesamtbox. 16 Filme für bei mir 9,95 hört sich zwar toll an, ist aber wirklich nur für die ganz harten Fans des Franzosen interessant. Man bekommt zwar einige Raritäten geliefert, die aber nur für die interessant sind, die auf 70er/80er Versionen des Stoffes aus eher exotischen Ländern wie Mexiko, Tschechien oder Spanien stehen. Für mich war die Box jedenfalls ein ziemlicher Flop.
3/10 (für den Film jetzt, nicht die Box)

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