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Hilfe, die Australier profilieren sich an den Ereignissen des 2. Weltkriegs!
Der Titel „Sahara – Wüste des Todes“ ist an sich schon nicht unbedingt einladend, aber das Drehbuch übertrumpft nochmals jede Befürchtung im negativsten Sinne.

Amerikanische Truppen sind unter deutschem Dauerfeuer in der afrikanischen Wüste eingekesselt. Ihnen bleibt nur ein Ausweg Richtung Süden. Unter der Führung von James Belushi, was ohnehin schon unfreiwillig komisch erscheint, gehen sie den steinigen Weg durch die unendliche Wüste und werden natürlich mit jeder erdenklichen Gefahr konfrontiert. Ach ja, zwischendurch treffen sie noch ein paar Engländer, die ja irgendwie auch am Krieg beteiligt sind.

Einen ernsthaften, historischen Hintergrund bietet der Film eigentlich gar nicht, mal abgesehen von dem Hinweis, dass dort, im nördlichen Afrika, irgendwann mal ein Krieg stattfand und Deutsche, Engländer, Italiener sowie Amerikaner beteiligt waren.
Stattdessen nutzt man den Krieg, um die Gefahren der Sahara zu verdeutlichen. Bei so viel Absurdität darf man schon einmal unbewusst den Kopf schütteln.
Obwohl gänzlich unberührt ist der 2. Weltkrieg dann auch nicht, immerhin erlebt der Betrachter, wie verirrte Deutsche und Italiener heroisch gefangen genommen und als „Krauts“ und „Itaker“ beschimpft werden. Respekt, hier wird eine gewisse Kompetenz an den Tag gelegt.
Zwischendurch, wenn die Sahara mal nicht den Soldaten ihre unglaublichen Gefahren spüren lässt, muss man zwischenmenschliches Gewäsch der übelsten Sorte ertragen.
Wenn James Belushi in aller Breite zum wiederholten Male erklärt, dass der Panzer sein Baby darstellt, ist das Vorspulen eigentlich unumgänglich, zumal Belushi als Führer in Militärkreisen auch ohne stupide Liebeserklärungen, eine absolute Fehlbesetzung ist.

Das in die Länge gezogene Finale, der Kampf um die Wasserstelle gegen eine Übermacht deutsche Soldaten, erweist sich, wie erwartet, als Sahnehübchen des Schwachsinns.

Letztendlich kann man „Sahara – Wüste des Todes“ lediglich attestieren, dass es der unnötigste Beitrag zum Thema 2. Weltkrieg ist, wobei der Afrikakrieg wiederum nur der Vorwand ist, um grässliche Schauspieler als Soldaten verkleidet durch die Wüste zu jagen. (1/10)

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