Ich fang mal mit meinem Resümee an: Grauenvoll. Erschütternd schlechtes Kino. Die ausgelutschte Story: In das sonst völlig einsame Leben eines Berufskillers tritt eine Frau. Sein Gegenspieler ist eine Art Sonderermittler der Polizei, der völlig unglaubwürdig den coolen Super-Cop mimt. Besonderheit: Offenbar trägt er zu jedem neuen Fall auch ein neues Paar Lloyd-Schuhe. Messerscharf kombiniert er Dinge wie: "Der Täter ist erfahren, also mindestens 40. Sehr sportlich, als höchstens 45". Die beiden Hauptdarsteller selbst kommen zunächst besser weg, da hier auf unnötige Dialoge verzichtet wurde. Killer sind halt schweigsame Typen. Zwischendurch muß er noch den geradezu klassischen "letzten" Auftrag erledigen. Garniert ist der Film ansonsten mit den altbekannten Killer-Zubehör: Ferngesteuerte Gewehre, Giftgas mit Handy-Auslöser, Armbrust zum lautlosen töten, daher auch der Titel: Er arbeitet halt gerne lautlos. Natürlich kommt es am Ende des Films zum unvermeidlichen Showdown, bei dem es dann auch etwas lauter werden darf. Umvereidlich aber nur, weil der Autor offensichtlich der Meinung war, er gehört dazu. Aus der Sicht der handelnden Figuren eigentlich völlig unsinnig.
Der Film ist weder witzig wie Grosse Point Blank noch spannend wie Léon, der Profi. In den stillen Momenten des Films können die beiden Hauptdarsteller (Joachim Król und Nadja Uhl) dem Film tatsächlich so etwas wie Atmosphäre geben, was aber jedesmal sofort durch die groteske Handlung, lächerlich unglaubwürdige Polizei und der Aneinanderreihung typischer Genre-Klischees zerstört wird.