Daniel Brühl und August Diehl, zwei der besten deutschen Jungschauspieler vereint in einem Film. Das müsste doch eigentlich was Tolles werden, oder? Pustekuchen. "Was nützt die Liebe in Gedanken" lässt zumindest mich völlig kalt.
Woran liegt das? Nun, zuerst einmal muss ich die beiden Schauspieler kritisieren, welche komischerweise blass bleiben und keine Akzente setzten können. Besonders sympathisch kommen sie auch nicht rüber, was dann doch sehr verwundert. Wesentlich besser macht ihre Sache die süße Anna Maria Mühe, die in diesem Film wahrscheinlich sogar mit einem halbtoten Greis ohne Zähne knattern würde. Ihre gleichgültige und naive Art kommt aber ebenfalls alles andere als sympathisch rüber.
Trotzdem verliebt sich Paul (Daniel Brühl) in Hilde (Anna Maria Mühe), wär auch Günther (August Diehl) nicht abgeneigt, leider aber versalzt Hans (ich komm grad nicht auf den Namen) alles. Jedenfalls fährt sowohl Hilde, als auch Günther auf den Jüngling ab. Unverständlich, denn der ist zum einen ein arrogantes Arschloch und zum zweiten in etwa so attraktiv wie eine drei Wochen getragene Unterhose. Zumindest passt seine kalte Art sehr gut zu Hilde, somit irgendwie verständlich, dass sich diese schließlich für ihn entscheidet. Das kann ja nur tragisch enden...
Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit, zumindest habe ich das gelesen. In der Realität sicherlich zu Herzen gehend, im Film leider überhaupt nicht. Hätte mir auch nichts ausgemacht, wenn alle Darsteller im Film stiften gegangen wären. Bin ich jetzt gefühlskalt? Nö, denn Filme wie "Fickende Fische", "Das weiße Rauschen" oder "Good bye, Lenin", um jetzt nur ein paar zu nennen, konnten mich innerlich sehr berühren. "Was nützt die Liebe in Gedanken" schafft das nie. Deswegen kann ich auch mit gutem Willen nicht mehr als 4 Punkte mit Tendenz nach unten vergeben. Schade!!