Comicverfilmung mit Liam Neeson in der Hauptrolle.
Story:
Dr. Peyton Weslake (Liam Neeson) arbeitet an der Entwicklung einer synthetischen Haut, die zukünftig bei Operationen eingesetzt werden soll. Nach etlichen Fehlschlägen steht er nun endlich kurz vor dem Durchbruch, als der skrupellose Immobilienmakler Robert Durant (Larry Drake) in sein Labor einbricht, weil er ein wichtiges Memo, dass seine Freundin Julie (Fances McDormand) zu Hause vergessen hatte, unbedingt wiederhaben will. Weslake ist natürlich ahnungslos und wird nicht nur übel zusammengeschlagen, sondern überlebt auch eine Explosion nur mit größten Verbrennungen. In einer Spezialklinik wird er zwar wieder halbwegs hergestellt, allerdings ist er furchtbar entstellt und hat auch seine Emotionen nicht immer im Griff. Von nun an in Isolation lebend, sorgt er als "Darkman" für Gerechtigkeit und lässt Durant und seine Gang seinen Zorn spüren.
"Darkman" entstand zu einer Zeit, als Comicverfilmungen noch gar nicht in Mode waren (vorher gab es eigentlich nur den ersten Batman) und das merkt man dem Film auch an, denn die für Comicverfilmungen fast schon zwingend notwendige Tricktechnik war halt 1990 noch nicht so ausgereift wie heute, so dass so mancher Effekt doch eher lächerlich aussieht.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Nebenstory mit Darkman's Freundin, die bremst den Film nur unnötig aus. Ist zwar nicht schnulzig ausgefallen, wäre aber auch nicht unbedingt notwendig gewesen. Ich persönlich hätte lieber nur die Rachestory gesehen, die dadurch aber etwas zerstückelt wirkt.
Die Actionszenen sind zwar gut verteilt, aber nicht wirklich blutig, so dass die 18er-Freigabe eigentlich nur unsinnig ist.
Fazit: Eine gute Comicverfilmung, nicht mehr, aber auch nicht weniger. In jedem Fall besser als die lächerlichen Spiderman-Filme, für die Raimi eigentlich von Darkman persönlich verprügelt gehört.
7 von 10 Punkten