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Legend of the Wolf

Der legendäre "Wolf" und die Geschichte die man sich über ihm erzählt!
"Wolf", Fung Man Hin (Donnie Yen) verlor einst sein Gedächtnis, nun zieht er als "Outsider" durch die Landen. Eines Tages kommt er in ein kleines Dorf, hier ergibt es sich das er einen Freund (Dayo Wong) und Gefährten findet. Doch wie das Leben so spielt, lebt in genau diesen Dorf auch seine einstige Jugendliebe Wai Yee (Carmen Lee), Tja und alles wäre so schön geworden, wenn nicht diese Banditen ins Dorf gekommen wären, Diese haben noch eine Rechnung zu begleichen und aus diesen Grund entführen sie Wai Yee um so an Fung Man Hin zu kommen um ihn zu töten.

Von da an hetzt der Wolf die Meute!

"Legend of ....." ist das ziemlich düstere Regiedebüt von Donnie Yen (Iron Monkey), bei dem er sichtlich freie Hand hatte was die filmische Umsetzung angeht. Die Geschichte wird fast ausschließlich in Rückblenden / Zeitsprüngen erzählt. Deshalb kann es auch schnell passieren, dass man den Faden verliert. Auch kommt man irgendwie nicht von dem Gefühl los, dass die Apokalypse schon stattgefunden haben muss, die Optik entspricht nämlich genau der selbigen, dann wäre da noch die Wahl der Farben, Gelb und Blau dominieren, was dem Film eine sterile Note verpasst. Somit konnte dem Zuschauer (wenn man es so interpretieren will) effektiv die innere Zerrissenheit vom Hauptcharakter nahe gebracht werden. Auch die musikalische Untermalung ist zwar eher ungewöhnlich, aber nichtsdestotrotz passend. Der hämmernde Score (episch) treibt die agierenden Darsteller geradezu an, sich ins Martial Arts-Getümmel zu stürzen. Die Schauspieler sind allesamt nur halbherzig dabei, zumindest was die Reden-Szenen angeht und während sich Carmen Lee (deren Anwesenheit als Darstellerin einzig der Optik dient) aufs Neue erobern lässt, sorgt einzig und allein Dayo Wong (als kleiner Hero), wenn auch unfreiwillig, für so manchen Lacher. Da dies jedoch ein Film von und vor allem mit Donnie Yen ist, werden die wenigen negativen Punkte, niemanden wirklich interessieren.

Donnie Yen = Martial Arts??!!

Na aber sicher doch, denn hier wird obercoole Kinnladen-Action aus dieser Sparte präsentiert! Man kann "Legend of....." irgendwie schwer mit anderen Martial Arts-Filmen vergleichen. Auch weiß ich gar nicht warum auf diesem Film soviel rumgehackt wird, wo er doch all die Argumente (welche er auch noch mit Bravour meistert) vorweisen kann, für die der Hongkong-Film, in der ganzen Welt, so berühmt geworden ist.

Hier gibt es alles: will sagen radikale Martial Arts-Fight's, Knochenbrecher-Stunts, Blut und meterhohe Blutfontänen. Selten zuvor hab ich dermaßen geile Fights gesehen. Hier kann man sehen das, zumindest Ansatzweise, auch in Donnie Yen ein kleiner JET LI, JACKIE CHAN oder Bruce Lee steckt. Die Kampfchoreographien wurden fulminant und phantasievoll in Szene gesetzt und dürften jedes Martial Arts-Fanherz höher schlagen lassen! Spätestens jedoch der Showdown (ca. 20 min lang) schlägt so ziemlich alles was die HK-Filmemacher in Sachen Dynamik, Härte und Länge im Bereich Martial Arts kreierten. Ein wahrer Kampfmarathon wird hier abgebrannt. WAHNSINN! Dabei bleibt freilich der Realismus auf der Strecke, doch ist dieses Manko leicht zu verschmerzen und eine übliche, quasi erwünschte, Begleiterscheinung. Lediglich der Schnitt und die Montage der Fights sind teilweise als Misslungen zu betrachten, da hier einfach zu viel von der versuchten Stilisierung reingepackt wurde.

Trotzdem Pflichtprogramm für Freunde der gepflegten Martial Arts-Action!

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