Review

Weil Magier Chan lieber auf eine Sauftour geht , als im Shaolin Kloster auf den gefangenen bösen Zauberer aufzupassen , kann dieser von seinem Lehrling befreit werden . Der Vorsteher des Klosters gibt Chan daher 3 Monate Zeit um den Gefangenen zurückzubringen , bevor es Konsequenzen gibt . Die gleiche Zeit , die auch ein junger Mann von seiner Großmutter bekommt um eine Frau für sich zu finden , bevor er zwangsverheiratet werden soll . Natürlich laufen sich die beiden zufällig über den Weg und beschließen , nachdem sie sich erst einmal gehörig verprügelt haben , zusammenzuarbeiten . Wie der Zufall es so will , ist nämlich ausgerechnet die neu gewonnene Verlobte des jungen Mannes die Nichte des bösen Zauberers ... 

Also ich bin wirklich kein besonderer Fan von Eastern , doch dieser Film hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde unterhalten . Was man hier zu sehen bekommt , kann man nämlich nur als absoluten Karneval des Irrsinns bezeichnen . Eine wilde Mischung aus Horrorelementen , Fantasy , Komödie und Eastern .  
So beginnt der Film erst einmal so : Magier Chan liegt mit dem Kopf auf dem Boden und schüttet sich mit seinen Füßen Alkohol in den Mund ( warum auch nicht ? ) . Als die Flasche leer ist , geht er einfach senkrecht eine Wand hoch , rollt ein Stück Papier zu einer Röhre , haut diese Papierröhre in die steinerne Wand und lässt daraus neuen Alkohol sprudeln ( so wird also Alkohol gemacht ! ) . Als ihn ein Diener sucht , versteckt er sich hinter einer Säule und verschmilzt bis zum Kopf mit dem Boden . Später möchte sich Chan ins Dorf zu einer Sauftour machen , weswegen er ein Roboterebenbild ( !!! ) an seinen Wachplatz setzt , der von einem Spielzeugaffen ( !!!!! ) zerstört wird , der eine Art Gift in die Pfeife des Wachroboters pinkelt ( !!!!!! ) . 
Man kann es erahnen : hier hat die Logik Sendepause und der Fantasie wird freier Lauf gelassen . Da gibt es nicht nur ein giftiges Krötenungeheuer , sondern auch noch eine Art Oger-Marionette in Lebensgröße , die von einem Mann gesteuert wird , der auf Wäscheleinen balanciert . Zauberer , die mit brennenden Händen kämpfen , einen Wettbewerb , bei dem Männer über brennende Balken auf Nagelbretter springen müssen , zwei Männer verkleiden sich als kleine Mädchen , indem sie sich Pappmache-Köpfe auf den Hintern kleben , ein fahrender Scharlatan hext einem Zuschauer einen Tumor an und bekommt diesen prompt zurück und ein Schere , Stein , Papier Wettbewerb , bei dem es darum geht , wer sich betrinken darf ( wohl eine Art Beer Pong des Alten China ) ist auch noch mit dabei . 
Was die Komik betrifft , so muss man sich auf die üblichen Albernheiten einstellen . Also schlechte Perücken , riesige Augenbrauen und falsche Zähne , overacten als gäbe es dafür eine eigene Oscarkategorie , Missverständnisse und viel Slapstick . Dafür hat man glücklicherweise auf sinnlose Gewalt gegen Tiere verzichtet , was mir schon den ein oder anderen Film aus dieser Zeit / Region sauer gemacht hat .  
Für Trashfans ist " Shaolin Drunkard " jedenfalls ein echter Hingucker . Es wäre zu schön gewesen ihn in einer Schnodderdeutsch Version von Rainer Brandt zu sehen , denn die wäre bestimmt der absolute Knaller gewesen . Sischer dat !

Details
Ähnliche Filme