"Die Fliege" beginnt damit, dass ein Mann unter einer Presse zerquetscht aufgefunden wird. Bei den Ermittlungen der Polizei wird uns die Vorgeschichte in einer Rückblende erzählt. Ein Wissenschaftler erfindet eine Möglichkeit, Gegenstände zu teleportieren, mit unregelmäßigem Erfolg. Um die Welt zu verbessern folgen dann Versuche mit Tieren und zu guter letzt mit sich selbst. Die absolute Technikgläubigkeit des Forschers steht dabei im Gegensatz zu den ethisch-moralischen Vorstellungen seiner Frau, nichts desto trotz eint sie beide die Liebe zueinander. In seiner Art des Gruselthrillers erzählt Kurt Neumann die Geschichte von den Möglichkeiten Gott zu spielen und der Verantwortung gegenüber der Menschheit. Dabei spielen Vincent Price und Co. zwar in einem mit trashigen Effekten daherkommenden B-Movie ihre Rollen passabel herunter, die zu erwartenden Lacher bleiben jedoch größtenteils aus. Gerade in der zweiten Hälfte macht sich die Hoffnungslosigkeit der Situation immer breiter, ist das Leben des Wissenschaftlers doch abhängig von einer kleinen Fliege, die irgendwo sein kann. Das Ende verblüfft mit einer überraschenden Wende. Alles in allem ist der Film sicherlich auch Ausdruck der Technisierung in der Nachkriegsära mit Raumfahrtprogramm usw. Die aufopfernde Liebe wird hier großgeschrieben.
Fazit: Sehenswerter Filmklassiker ohne happy end, lediglich Gorehounds sollten eher auf das Remake von Cronenberg zurückgreifen. 7/10 Punkte