Um es mal gleich zu Anfang klarzustellen: "Born2Die" ist zwar um Längen besser als "Exit Wounds", doch nicht so gut wie "Romeo must die".
Überraschenderweise spielt Jet Li (Lethal Weapon 4) hier mehr zurückhaltender als in "Romeo must die" und "The One". Oft bleibt eine Hand in der Jacke stecken. Und die Kämpfe sind auch etwas zu kurz geraten. DMX (Exit Wounds) spielt erneut den Gangsta-Rapper vom Dienst, der ein paar Diamanten klaut, um seinen Haushalt aufzubessern. Mark Dacascos (Crying Freeman) wird als Oberschurke verschenkt, da er als solcher mehr Potential hätte. Gabrielle Union (Bad Boys 2) will zwar durch ihren lahmen Strip um jeden Preis sexy wirken, ähnelt aber eher einem dauergrinsenden Schweinchen. Sie hat halt nicht die Klasse einer Aaliyah (Romeo must die) oder einer Eva Mendes (Exit Wounds). Und Kelly Hu (X-Men 2) wirkt zwar kälter als Mr. Freeze, kann in ihrer Rolle aber dennoch nicht so richtig aufgehen. Dann sind da noch die beiden Allzweck-Komiker Tom Arnold (True Lies) und Anthony Anderson (Romeo must die). Anthony Anderson nervt wieder einmal bis zum geht nicht mehr, genauso wie in den beiden ersten Filmen von Andrzej Bartkowiak. Lediglich Tom Arnold weiß, wie man einige Lacher auf seine Seite zieht. Zum Schluss ist da noch das nervende Balg von DMX. Ich habe schon lange nicht mehr ein Kind gesehen, das so verblödet und nervig ist.
Im Gegensatz zu "Romeo must die" und "Exit Wounds" wird hier die Action etwas zurück geschraubt. Der große End-Fight zwischen Li und Dacascos enttäuscht etwas, da man sich von einem Kampf mit solchen Kontrahenten einfach mehr erwartet hat.
Zurück bleibt ein Film, den man sich höchstens zwei Mal ansehen kann, ehe er langweilig wird.