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Amir Shervan`s Samurai Cop (1991) hat im  Laufe der Jahre Kultstatus als "Bad-Movie" erlangt. Weniger bekannt aber qualitativ auf dem selben Niveau sind Killing American Style (1988), California Cops (1987) und Young Rebels (1989).

Auch Gypsy ist ein low-Budget-Actionfilm mit Minimalhandlung und dem Hauptdarsteller aus Killing American Style. Ein langhaariger Prolo in Lederkluft der aussieht wie ne Mischung aus Hardrocker und einem Wrester aus den 90ern. Er legt sich mit einem reichen Bösewicht und dessen Männern an, die nichts als Vergewaltigung und Mord im Sinn haben.

Nach ein paar Prügeleien und einer versuchten Vergewaltigung auf einer Ranch kommt es zur Menschenjagd im Wald. Der Gypsy killt einige Bösewichte im Guerilla-Style, sodass Erinnerungen an Rambo wach werden. Dennoch muss er aufgrund der Überzahl seiner Gegner mit zwei Frauen fliehen.

Für etwas Softerotik sorgen zwei Sexszenen, denn auch bei einer Menschenjagd nimmt sich der Gypsy Zeit für Liebe.

Im Mittelteil entsteht ein kleiner Durchhänger, weil die Menschenjagd eher zum gemütlichen Waldspaziergang wird. Ein schwuler Gypsy/Inianer, der mit seinem Hund als Fährtensucher für die Bösewichte aktiv ist, sorgt für debilen Humor und Kopfschütteln beim Zuschauer.

Es gibt noch den unspektakulärsten Helikopterabsturz aller Zeiten, Stockfootage von einem Tiger und weitere unblutige Shootouts und Kloppereien zu sehen. Die Mukke ist Synthie-Gedudel mit jeder Menge Energie.

Mit 100 Minuten Laufzeit ist der Film etwas zu lang geraten. Es passiert zwar immer etwas und es gibt keine wirklich dreisten Füllszenen in denen nur Zeit geschunden wird, in 90 Minuten wäre der Inhalt aber ebenfalls problemlos unter gekommen.

Wer kostengünstig produzierte und dumme Actionfilme zu schätzen weiß, der wird sicher gut unterhalten.

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