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Eine handvoll Experten macht sich dran ein altes Haus, in dem sich Grausames zutrug, zu erforschen und so stoßen sie auf die Praktiken des ersten Hausherren, der zugleich Anhänger eines Satanskultes war und der zu den Ankömmlingen Kontakt aufnimmt, um ihnen den Tod zu versprechen.

Die Vorbilder, die sich Vielfilmer Fred Olen Ray für seinen Streifen auserwählt hat, sind unübersehbar. Hier wurde fleißig bei "Bis das Blut gefriert", "Der Exorzist" und "Tanz der Teufel" abgeguckt und zu einem nicht gerade berauschenden Ganzen zusammengeschustert.
Die Geschichte bleibt flach und bietet nichts, was man nicht bereits aus den Vorbildern in wesentlich besserer Form kennt. Die Erforschungen des Teams über das Haus und seinen Erstbesitzer konnten mich ebenfalls nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen lassen. Sowieso ist das Haus, das bei solch einer Story einen unheimlichen Part einnehmen sollte, nicht bedrohlich umgesetzt. Hier gibt es keine gruseligen Zimmer oder Geschehnisse (ein fliegender Topf und ne Gestalt im Spiegel reichen einfach nicht) und auch die Bedrohung durch die Besessenen kommt trotz Bewaffnung mit einer Forke nicht rüber.
Etwas Abwechslung bringt das Auftauchen des Geistes in Form einer sexhungrigen Nonne mit Bart Simpsons Stimme, die einen vom Glauben abzufallen drohenen Geistlichen verführt und das Auge des Betrachters zu verzücken vermag.
Auch am Ende, bei dem immerhin eine Menge Bösewichte aufkreuzen (nunja, drei sinds insgesamt), kommt keine richtige Horrorathmosphäre rüber, da die nach Mord Trachtenden harmlos bleiben. Da helfen selbst die meiner Meinung nach gelungenen Make Up Effekte (besonders die Maske des wieder auferstandenen Toten gefällt mir) nicht viel weiter.
Zu der flauen Story gesellen sich Charaktere auf gleichem Niveau. Diese bleiben ebenfalls flach und sind daher nicht dazu geeignet beim Zuschauer soetwas wie Sympathien oder gar Identifikationsmöglichkeiten zu erzeugen. Die darstellerischen Leistungen sind aber in Ordnung, was nicht verwunderlich ist, denn wer nicht viel darstellen muss, kann auch nicht viel verkehrt machen.

Können denn wenigstens bis ins kleinste Detail dargestellte Splattereffekte in diesem Film punkten? Antwort: Nein! Diese sucht man nämlich vergeblich. Nagut, an einer Stelle hämmert sich eine Besessene einen Nagel durch die Hand und begleitet dies mit einem spaßigen Kommentar "Ich mache mir die Nägel" (übrigens dem einzigen gewollten Lacher des Films) und an dieser Stelle fließt sogar etwas Blut, aber das muss dann auch reichen.

Insgesamt ist dies meiner Meinung nach ein schwächerer Teil aus der cmv Trash Collection, da mir die richtigen Lacher verborgen geblieben sind und der Horror bei mir auch nicht so ganz rübergekommen ist. Von einer echten Zeitvergeudung möchte ich aber nicht sprechen, denn da gibt es weitaus schlechtere Beispiele.

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