Obwohl der Regisseur William Lustig heißt, gibt es hier nur wenig zu lachen. "Maniac Cop" ist ein knallharter Actionthriller ohne Ironie, dafür aber mit umso mehr Gewalt. Richtig gut ist der Film aber dennoch nicht geworden.
Zur Story: ACHTUNG HIER WIRD ETWAS GESPOILERT:
Der schießwütige Cop Matt Cordell wird in ein gefürchtetes Gefängnis eingebuchtet, weil er sich aufgrund mehrerer Gesetzesübertretungen strafbar gemacht hat. Dort begegnet er allerdings den Verbrechern, die er verhaftet hat. Diese gehen auf ihn los und verletzen ihn scheinbar tödlich. Jahre später versetzt ein Mörder in Polizei-Uniform die Stadt in Angst und Schrecken, in dem er unschuldige Menschen tötet. Der Polizist Jack Forrest (Bruce "Ash" Campbell) wird zu Unrecht für den Täter gehalten und so versucht er, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Doch alle Spuren führen zum angeblich toten Cordell...
Wie man in meiner obigen kurzen Inhaltsangabe sehen kann, variiert auch "Maniac Cop" das Polizist-jagt-Irren-Prinzip kaum, auch wenn der Mörder hier originellerweise aus den eigenen Reihen kommt. Der Film ist anfangs noch vielversprechend, da etwa aller 2 Minuten jemand zu Tode kommt. Mit zunehmender Laufzeit nimmt aber diese Quote ab und die Handlung beschränkt sich auf stumpfsinniges Wer-war`s-Gelaber und langweilende Falsch-Verdächtigungen bis zum temporeichen Finale mit einer sinnlosen und zu langen Verfolgungsjagd. Die ziemlich großen Löcher im Plot sind also offensichtlich. Actionszenen sind eher spärlich gesäht, mäßig inszeniert und kommen ebenso wie der gesamte Film nicht über das Niveau eines B-Movies hinaus.
Herausstechend aus der Bedeutungslosigkeit des Mittelmaßes sind einzig und allein die Darsteller: die Horrorfilm-Ikonen Bruce Campbell ("Tanz der Teufel") und Tom Atkins ("Halloween 3") in den Hauptrollen und "Shaft" Richard Roundtree in einer Nebenrolle überzeugen als Cops. Auch die Musikuntermalung ist einigermaßen originell und gefällig.
Mir ist es allerdings ein Rätsel, wie man an einen solch substanzarmen und mittelmäßigen Horrorthriller noch 2 Fortsetzungen ansetzen konnte - aber zumindest der 2. Teil ist ja durchaus gelungen.
Letztendlich bietet "Maniac Cop" nicht mehr als durchschnittliches Metzel-Einerlei für Fans belangloser Horrorthriller auf dem Level eines B-Movies mit vergleichsweise guter Besetzung. Nach verheißungsvollem Start flacht der Film im Mittelteil deutlich ab und kommt erst am Ende wieder auf Touren. Teilweise sind zwar einige nette und neue Einfälle vorhanden, welche aber nicht weiter ausgebaut wurden. Schade drum.