Die Stadt New York wird durch eine Serie von Morden erschüttert, unbescholtene Bürger werden Opfer eines in Polizeiuniform gekleideten Killers. Die Cops selbst tappen im Dunkeln, nur Lieutenant McCrea kommt den Hintergründen langsam auf die Spur, während ein junger Kollege fälschlicherweise als Täter hingestellt wird.
Inszeniert von William Lustig ist „Maniac Cop“ einer dieser B-Reißer aus den Achtzigern und dabei ein gar nicht mal schlechter Vertreter seiner Art. Als klassischer Slasher mag er nicht durchgehen, aber als stimmungsvoller und für seine Einfachheit anständig aufgebauter Thriller, der in diversen Genres wildert, aber keines so richtig bedient. So gibt es von allem ein bisschen und das garniert mit Namen wie Tom Atkins, Bruce Campbell, Richard Roundtree oder Laurene Landon auch noch (B-)prominent besetzt.
Atkins mimt den ermittelnden Cop, der immer merkwürdig schnell Bescheid weiß und Campbell wird als quasi-Held aufgebaut, der um seine Unschuld kämpft und das Publikum vergessen machen soll, dass er seine Frau betrügt. Darstellerisch ist bei ihm hier noch Luft nach oben. Und dann ist da noch Robert Z'Dar als titelgebender Maniac Cop, der durchaus Präsenz hat und dessen Figur sogar etwas Hintergrund bekommt. Dabei zeigt der Film nie zu viel von ihm, ein klassischer Kniff, wobei Z'Dars autoritäre Körpersprache passend eingefangen wird. Lustig selbst sieht man als Motel-Manager und ein Sam Raimi gibt den Außenreporter.
Man bekommt hier und da etwas Action sowie ein paar nette Kills und auch wenn diese Kategorien eher spärlich über die knapp neunzig Minuten verteilt sind, so kann „Maniac Cop“ hier was. Die Verfolgungsjagd am Ende ist kein Highlight, dennoch bietet der Streifen ein paar ansehnliche Stunts und ebensolches Make-up. Und das alles für etwas über eine Million Dollar, was damals schon eher günstig war. Dafür holt Lustig doch einiges raus und sorgt mit diversen Einspielern zum Thema Polizeigewalt fast schon für einen aktuellen Anstrich.
„You heard him, he didn't do it.“
William Lustigs „Maniac Cop“ bietet einiges aus diversen Genres, etwas Horror, Cop-Film, Mystery, Krimi, etwas Action. Nichts so richtig, aber die Mischung liefert gerade im Hinblick auf das schmale Budget einen atmosphärischen B-Streifen, der seinen Unterhaltungswert hat.