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Vier heiße, dauergewellte 80er-Jahre-Chickas befreien bei Aufräumarbeiten in einer verlassenen Villa versehentlich einen sexsüchtigen Zeichentrick-Dämon, welcher sogleich eine der Dumpfbacken in Besitz nimmt und anfängt, balzend und mordend die Gegend unsicher zu machen…

Fred Olen Ray – der König der Badmovies. Wirft man einen Blick auf die (S)Hitliste des Fließbandfilmers („Beverly Hills Vamp“, „Hollywood Chainsaw Hookers“, „Invisible Mom“ „Bikini A Go Go“…) könnte man glatt meinen, der Lump wolle dem guten Edward D. Wood den Rang ablaufen.
Die Blütezeit seines Schaffens, in welcher er auch tatsächlich ein paar mittelmäßige Erfolge zu verbuchen hatte, ist Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre anzusiedeln, von wann auch diese cineastische Koryphäe stammt.
Was steht uns also mit „Evil Toons“ ins Haus:
Die Sets sind, wie gewohnt sleazy, die Handlung, wie gewohnt, cheesy, und die weiblichen Darsteller sind doof, brabbeln nur gehirnamputierten Stuss und hüpfen ausschließlich in durchsichtiger Reizwäsche oder oben ohne durch die Gegend.
Genau: Wie in den meisten Olen Ray-Erzeugnissen, wird auch hier hauptsächlich auf nackte Tatsachen gesetzt. Die Weiber räkeln sich lasziv, vertreiben sich in dem alten Gemäuer die Zeit mit komplett sinnlosen Striptease-Einlagen oder lecken sich gegenseitig die Schlagsahne von den Hupen. Klingt ja wirklich höchst interessant… Fatal nur: Die Grazien sind nicht die Hübschesten! Zwar auch nicht wirklich hässlich, aber eben echt definitiv keine „Lindsays“ oder „Shylas“ dabei. 80er-Jahre-Pornodarstellerinnen eben.

Kleines Highlight des Films:
David Carradine (bekannt als das „Karate Kid“ aus der TV-Serie „Kung Fu“) - hier als guter Hexer und Exorzist unterwegs, und B-Movie-Göttin Michelle Bauer (bekannt aus „Nightmare Sisters“, „Hollywood Chainsaw Hookers“…) - hier, wie sollte es anders sein, bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Euterschaukeln, zu bewundern.

Ich fass’ mal schnell die Handlung zusammen:
Titten, Titten, Titten, Ärsche, Titten, knappe Shorts, Dauerwellen, Zeichentrick-Werwolf, Titten, Unsinn, Unfug, Handlungsarmut, Titten, Blödelkram, Rohrkrepierer-Jokes und Titten.
Das die Handlung im Groben...
Eigentlich total bekloppt und fast schon Schwindel den Streifen unter dem Titel „Evil Toons“ zu vermarkten, zumal sich nur ein einziges Zeichentrickwesen die Ehre gibt und dessen Auftritte sich in ihrer Summe vielleicht auf fünf Minuten belaufen.
Wer sich mit diesem Lauser hier also so etwas wie die Horrorkomödien-Variante zu „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ und ein effektvolles Zeichentrick-prallt-auf-Realfilm-Happening erhofft hat, ist hier ziemlich gelackmeiert.

„Warum muss es eigentlich immer donnern und blitzen, wenn man in einem alten Haus ist?“
- „Ich denke, das gehört zum Standardprogramm.“

Fazit:
Nette, kleine, grenzdebile Nonsens-Horrorkomödie ohne Sinn und Verstand oder sonstige Highlights, dafür aber mit umso mehr Holz vor der Hütt’n.
Kann man, muss man aber nicht.

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