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Der Versuch eines Gruselstreifens, der im jungen Filmjahr 2020 gleich für Unmut bei den Horrorfans sorgte und mit Recht floppte. Ein hässliches riesiges Haus auf einem abgelegenen Grundstück, wehende Vorhänge, knallende Türen und schwierige, weil verhaltensgestörte, unnahbare und verhätschelte Bälger: Diese klassischen Genrezutaten können für sich allein genommen bei niemandem mehr für wohliges Schaudern sorgen. Und depressiv ist eh nicht dasselbe wie schaurig. Warum wird eine Handlung in ein bestimmtes Jahrzehnt (in diesem Fall: die 1990er) verlegt, wenn der Film dann nichts damit macht? Nur um Handys aus dem Plot zu eliminieren? DIE BESESSENEN ist quälend langatmig und bemüht sich nicht einmal, seine paar Geheimnisse sinnvoll aufzulösen. Andauernd erweisen sich Spukszenen nur als schlechte Träume und die Nummer wird schnell einseitig, zumal die Lehrerin sich eh nie durchsetzen kann.