Just am Tag seiner geplanten Hinrichtung gelingt dem gefährlichen Rebellen Kol (Ross Hagen) die Flucht aus einer Hochsicherheits-Gefängnisraumstation irgendwo in den Weiten des Alls. Der darüber nicht sonderlich erfreute Leiter des Weltraumknasts, ein von allen schlicht Commander (Jan-Michael Vincent) genannter Widerling, fackelt nicht lange und schickt dem Flüchtigen den Alienator (Teagan Clive) hinterher, eine schießwütige Kampfmaschine, die Kol zur Strecke bringen soll. Oder, mit den Worten des Commanders: "I want that prisoner dead at any cost!" Kol legt derweil eine Crashlandung auf Mutter Erde hin, torkelt verwirrt durch die Botanik und läuft einer Gruppe Camper ins Wohnmobil. Die vier Abenteurer bringen den Verletzten zum lokalen Wildhüter Ward Armstrong (John Phillip Law), und dann bricht auch schon die Hölle los. Der Alienator ist gelandet und zerstrahlt als erstes gleich mal den herbeigerufenen Onkel Doktor...
Man kreuze die Wörter "Alien" und "Terminator", et voilà... schon hat man eine schöne neue Wortkreation: Alienator (als Alternative bietet sich Alien Terminator an; so nannte Dave Payne seinen Langweiler aus dem Jahre 1995). Alienator ist ein recht zähes Vergnügen, das wirklich nur für anspruchslose Allesgucker, Fred Olen Ray-Komplettisten und Teagan-Fans zu empfehlen ist. Das Geschehen dümpelt spannungslos dahin, die undynamisch inszenierte Action reißt niemandem vom Hocker (trotz eines netten Feuerstunts), die teilweise unsympathischen Figuren sind einem egal, und die Stars agieren, als ob sie ihren Gehaltsscheck lieber heute als morgen kassieren würden. Am Besten ist noch John Phillip Law (Diabolik), der als heldenhafter Wildhüter immerhin viel Screentime hat. Jan-Michael Vincent (The Mechanic) zieht seine undankbare Rolle routiniert durch, Ross Hagen (Wonder Women) schneidet als Kol lächerliche Grimassen, und P.J. Soles (unvergessen als Riff Randell in Rock 'n' Roll High School) wird als Commanders Untergebene Tara (mit heißem Ausschnitt), welche die Ehre hat, die Todesurteile zu vollstrecken, ziemlich verschenkt. In kleineren Rollen sind noch Robert Quarry (Count Yorga, Vampire), Dawn Wildsmith (Surf Nazis Must Die), Joe Pilato (Day of the Dead) sowie Leo Gordon (My Name Is Nobody) als kauziger Waffennarr zu sehen.
Daß Ray den Streifen nicht ernst nimmt, obwohl er großteils ernst gespielt ist, erkennt man u. a. an den hirnverbrannten Dialogen. So wird der etwas bescheuert gekleidete Kol von den Campern gefragt: "Are you French?" Und später: "So, Kol, do you know E.T.?" Das gibt dem Film zwar eine nette Camp-Qualität, retten kann ihn das aber auch nicht wirklich. Sehenswert ist das leidlich unterhaltsame B-Movie dank der Bodybuilderin Teagan Clive, die als tumber Alienator mit wasserstoffblondierter Mähne, grotesker Eisenrüstung, Laserkanone und ohne erkennbare Mimik durchs Geschehen stapft. In ihrem androgynen Erscheinungsbild wirkt das muskelbepackte Mannweib, als wäre sie einer Achtziger-Jahre-Glam-Rock-Band entsprungen. Schade ist hingegen, daß die kleinen Krabbelviecher, die sich einem armen Kerl durchs Gesicht fressen und für einen Hauch Gore sorgen, nur einen einzigen Auftritt haben.