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Nachdem das Studio von Moderator Zach Galifianakis während der Aufzeichnung seiner Show "Between Two Ferns", bei der er Schauspieler und -innen mit unangemessenen Fragen nervt, von einem Rohbruch verwüstet wurde, handelt er mit seinem Chef Will Ferrell einen Deal aus. Schafft er in zwei Wochen Interviews mit zehn Promis, so bekommt er seine eigene TV-Talkshow. Angetrieben von diesem Gedanken reist er mit seiner kleinen Crew durch das Land und macht diverse Bekanntheiten ausfindig, um mit ihnen die begehrten Aufnahmen zu erstellen.

In der seit 2008 produzierten Webshow interviewte Galifianakis also diverse bekannte Persönlichkeiten, das Ganze dauerte dabei immer nur ein paar Minuten. Das Konzept auf Filmlänge aufzublasen geht hier zwar nicht ganz in die Hose, kostet aber natürlich. So geht dem Format die Kompaktheit der Webshow ab, die essentiell ist. Dennoch funktioniert der als Mockumentary angelegte Langfilm als solcher, zumindest wenn man dem ursprünglichen Format schon etwas abgewinnen kann.
Wie in der zugrundeliegenden Show sind die Fragen unangenehm und unangebracht, sind die Gäste entsprechend genervt und macht sich schnell eine Spannung zwischen Gast und Moderator breit. Die Promis reagieren und wissen angeblich nicht, was da auf sie zukommt. Davon ausgehend, dass keiner der Leute in völliger Unkenntnis da reingegangen ist, lebt das Konzept dennoch von einer gewissen Improvisation und in dieser umso besser, wenn Galifianakis' jeweiliges Gegenüber verblüfft bis angefressen oder auch mal souverän kontert.
In der Filmvariante finden sich haufenweise Promis von Matthew McConaughey, Benedict Cumberbatch, Tessa Thompson oder Brie Larson neben vielen anderen und diese Interviews sind es, die den Spaßfaktor ausmachen. Die im Dokumentarstil gehaltenen Szenen dazwischen sind okay, aber nie so unterhaltsam wie eben der Rest.

Letztlich steht oder fällt „Between Two Ferns – The Movie“ damit, ob man den Humor teilt und wenn dem so ist, ob er in der hier präsentierten Langform auch funktioniert. Die Interviews machen Spaß, der Rest dazwischen ist eben Füllmaterial, mit dem eine Art Geschichte erzählt werden soll. Unterm Strich muss ich zugeben, dass man mit der originalen Webshow besser bedient ist, hier im Film aber auf jeden Fall den Abspann mitnehmen sollte.

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