Ein französischer Waffenhändler stirbt unter mysteriösen Umständen und hinterlässt seiner attraktiven Witwe ein lukratives Geschäft – inklusive internationalem Interesse. Schon bald tauchen mehrere angebliche Verwandte, Freunde und Geschäftspartner auf, um dem Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen. In Wahrheit sind das Agenten verschiedener Nationen, die alle hinter dem Erbe her sind. Unter ihnen befindet sich auch der abgeklärte Francis Lagneau, der versucht, in diesem Chaos aus Intrigen, Täuschungen und Konkurrenz die Oberhand zu behalten.
Mordrezepte der Barbouzes ist eine Agentenkomödie, die irgendwo zwischen Spionagefilm und Klamauk pendelt – und genau darin liegt auch ihr größtes Problem. Die Grundidee mit mehreren rivalisierenden Agenten in einem begrenzten Setting bietet eigentlich viel Potenzial für Spannung und bissigen Humor. Tatsächlich schlägt der Film aber immer wieder zu stark in Richtung Albernheit aus, wodurch viele Szenen ihre Wirkung verfehlen.
Lino Ventura hält das Ganze als stoischer französischer Agent am Laufen. Seine ruhige Präsenz sorgt für Momente, in denen der Film tatsächlich funktioniert. Auch die anderen Agenten sind ordentlich besetzt und bringen unterschiedliche nationale Klischees ins Spiel, was zumindest gelegentlich für witzige Situationen sorgt. Das funktioniert immer dann, wenn Agentenklischees gezielt parodiert werden, ohne dabei in Albernheiten abzudriften. Doch sobald der Klamauk überhand nimmt, verliert sich der Witz in überzogenen Gags. Gerade die Actioneinlagen werden durch Details wie die nach quietschigen Spielzeugrequisiten klingenden Schalldämpfer zur unfreiwilligen Lachnummer. Dazu kommt eine penetrante 60er-Jahre-Jazz-Untermalung, die zwar stilistisch zur Zeit passt, hier aber oft eher nervt als unterstützt.
Rein inszenatorisch ist das solide, aber zu überdreht. Der Film hangelt sich von Szene zu Szene, nur um dann mit einem wenig befriedigenden, viel zu abruptem Ende zu enttäuschen.
Eine durchwachsene Agentenkomödie mit guter Besetzung und einer grundsätzlich reizvollen Prämisse, die jedoch zu oft in albernen Klamauk abdriftet und dramaturgisch nicht überzeugt. Lino Ventura sorgt für Stabilität, kann den Film aber nicht davor retten, insgesamt etwas ziellos und unausgegoren zu wirken.