Unter den Prodzenten Roger Corman, Andrew Stevens und Ashok Amritraj drehte Don Wilson diese Billigproduktion. Zu allem Übel heisst der Regisseur auch noch Fred Olen Ray (Die Vergelter, Shooter) der bisher über neunzig Filme drehte und höchstens zwei davon waren brauchbar. Aber es ist auch kein Wunder, denn wer stets die grottigsten Drehbücher verfilmt und am liebsten noch mehrere in einem Jahr. Hier war es Sean O´Bannon (Inferno, Air Rage), der diesen unterirdischen und oft auch langweiligen Plot verzapft. Wir haben hier wieder das übliche Phänomen.Trevor (Rick Hill), der Partner des schlagfertigen Agenten Kyle Connors (Don Wilson) stirbt durch eine Bombe des Terroristen Davaad (Evan Lurie). Kyle will natürlich Rache und folgt Davaad nach Indien und dort vögelt Kyle erstmal jede Schönheit, die ihm unterkommt, sei es eine feindliche Agentin (Tane McClure), oder die niedliche Inderin Shalimar (Dipti Bhatnagar). Ausserdem freundet er sich mit dem indischen Polizist Ravi (Madhavan) an. Zusammen wollen sie Davaad kassieren, der versucht ein wichtiges Sicherheitsprogramm zu entschlüsseln.
Und um viel mehr geht es auch nicht. Die unspannende Jagd nach Davaad, der auch noch extrem leicht zu finden ist, dieses dubiose Computerprogramm über das man den Zuschauer völlig im Dunkeln lässt. Nebenbei will Kyle natürlich Rache für seinen heissgeliebten Partner. Und Kyles Chef (Kurzauftritt Fred Olen Ray) lässt ihn so mir nichts dir nichts einfach nach Indien, wo man natürlich mit der Polizei kollidiert.
Dann bekommt Kyle einen Partner zur Seite gestellt und ein paar dunkle Gestalten trachten ihm nach dem Leben. Leider agiert selbst Wilson unter seinem Niveau und das ist wirklich nicht hoch. Höchstens Evan Lurie macht als Davaad einen brauchbaren Job, aber auch er kann das besser. Nebst den unterirdischen Darstellern, wird die Kulisse Indiens kaum genutzt. Die Präsidentensuit im Hotel sieht aus wie eine Sozialwohnung und diverse Sehenswürdigkeiten weiss Olen Ray nur mittelmäßig zu präsentieren. Den Score kann man in die Tonne kloppen, den vergisst man schon während des Films. So könnte man höchstens hoffen, dass die Action passabel ist, doch selbst dort kann man nicht ganz zufrieden sein. Ein paar Kloppereien sind das einzige, was "Tödliches Inferno" zu bieten hat. Dabei schwankt auch noch die Qualität und ganz besonders dort ist die Unfähigkeit von Olen Ray zu sehen. Selbst die zwei Konfrontationen zwischen Kyle und Davaad fallen zu kurz aus, sind aber die Höhepunkte dieser Billigproduktion. Für Verfolgungsjagden war kein Geld da, für richtige Shootouts leider auch nicht und für richtige Dialoge fehlte es O´Bannon an Talent.
"Tödliches Inferno" ist ein absoluter Tiefpunkt in der B-Karriere Wilsons. Eigentlich wurde so gut wie nichts richtig gemacht, ein paar Prügeleien bewahren den Zuschauer vor dem Einschlafen, der Rest ist langweiliger als "Das Wort zum Sonntag" und grottig inszeniert. Selbst die Darsteller erreichen nicht mal das durchschnittliche Niveau. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, wurde die deutsche Fassung noch zensiert, was aber eigentlich auch nicht mehr viel ausmacht.