Review

ACHTUNG ! SPOILER ! 

Auf der Venus herrscht eine „Reibstoffkrise“, wodurch der Fortbestand der Venus-Bewohner gefährdet ist. Begania (Heidrun Hankammer), Galaxia (Catherina Conti), Solaria (Gerti Schneider), Eclypse (Alena Penz) und die Kommandantin 666 (Nina Frederic), werden mit einem Raumschiff zur Erde geschickt, um den männlichen Erdbewohnern soviel Samen wie möglich abzuzapfen und zur Venus zu bringen. So soll der Fortbestand ihrer Art gesichert werden. Sie landen irgendwo in Oberbayern und verursachen ein heilloses Durcheinander unter den tumben Bewohnern eines kleinen Dorfes. Doch statt zur Venus zurück zu kehren, bleiben sie am Ende auf der Erde, wo sie die passenden Männer für sich gefunden haben. Nach neun Monaten werden viele neue Kinderwagen durch das Dorf geschoben... 

Die Science-Fiction Story dieses Films, laut Rechmeier „ein Highlight deutschen Filmschaffens“ (Rechmeier: Seite 309), war kaum mehr als ein billiger Vorwand, um einen weiteren „Lederhosen-Rammel-Film“ à la „Beim Jodeln juckt die Lederhose (1974) in die Schmuddelkinos der Republik zu bringen. Hier wollten sich die Produzenten wohl mal etwas „ganz neues“ einfallen lassen, doch mehr als der übliche zotige und dümmliche Klamauk kam dabei nicht heraus. Durch den Film toben die einschlägig vorbelasteten Knallchargen, die Dialoge zum Besten geben, bei denen kein Auge trocken bleibt. Die Venus-Frauen sehen dank exzessivem Make-up und albernen Kostümen aus, als kämen sie geradewegs von einem Maskenball.

 Gelungene Spezialeffekte finden sich kaum und allein das Raumschiff-Dekor ist recht gefällig (AD: Nino Borghi), erinnert mit seinen zahlreichen blinkenden Lichtern und Lämpchen aber eher an eine futuristische Disco. 

Die weitgehend harmlosen Sex-Einlagen gehen nicht über die Konventionen üblicher Sexklamotten hinaus, und viele Szenen wurden mit  „lustigen“ elektronischen Soundeffekten garniert. Geboten wird außerdem eine zünftige Wirtshausschlägerei, untermalt von gemütlicher Schunkelmusik. 

ACH JODEL MIR NOCH EINEN – STOSSTRUPP VENUS BLÄST ZUM ANGRIFF ist kaum mehr als ein Scherz im unüberschaubaren Konvolut des deutschen Sexfilms der 70er Jahre. 

Aus der Werbung: 

Interplanetary Women Looking For What Only Earth Men Can Give...

Literatur
Stefan Rechmeier: Das große Lexikon des deutschen Erotikfilms, MPW 2005

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