Die drei Clemens-Brüder Emmett, Rufus und Frank vergewaltigen Hannie Caulder, töten ihren Mann und brennen ihr Haus nieder. Seelisch am Abgrund trifft sie auf den Kopfgeldjäger Price, der widerstrebend nachgibt und ihr das Schießen beibringt. In einer staubigen Stadt trifft sie ihre Peiniger wieder.
Raquel Welch galt in den 60er und 70er Jahren als Sex-Symbol, was in diesem von ihr und ihrem damaligen Mann selbst produzierten Film reiflich ausgenutzt wird. Doch sie trägt den Film auch mit ihrer Präsenz, ihrem nuancierten Spiel und zeigt so, dass sie mehr kann als nur betörend schön zu sein.
Der Western wiederum wartet mit einer tollen Besetzung auf. Ernest Borgnine, Jack Elam und Strother Martin geben ein seltsames Trio als die Clemens ab. Einerseits sind sie wunderbar hassenswert, andererseits geben sie sich ein bisschen wie ernstere Stooges, indem sie sich gegenseitig beständig anschnauzen und angiften, nur eben im Wild-West-Style. Robert Culp gibt Thomas Price, den Bounty Hunter mit cooler Lässigkeit. Und als Boni gibt es noch Christopher Lee in seinem einzigen Western und Stephen Boyd in einem wortkargen Cameo.
Regisseur Burt Kennedy ist handwerklich routiniert genug, um mit dieser Besetzung aus dem im Mittelteil sehr gemächlichen Drehbuch einen harten Western mit einigen blutigen Shoot-Outs zu machen. Ähnlich wie in Lawman wird hier ziemlich blutig gestorben.
Doch trotz dieser kleinen Härten und des langsamen Tempos bleibt genug Zeit für einige einfühlsame Szenen, in denen mit Kindern gespielt und am Strand spazieren gegangen wird, ohne dadurch das Pacing nachhaltig zu stören. Langweilig wird In einem Sattel mit dem Tod nämlich nie, dafür sorgen schon der top Cast und der großartige, treffsichere Score.
Toller Western, toller Score, feine Konfrontationen. Leider mit einigen kleinen Nachlässigkeiten und Anschlussfehlern versehen. Aber sehenswert ist er, und das nicht erst seit Tarantino ihn eine seiner Inspirationen für Kill Bill nannte.