Matt Kordell ist zurück. Regisseur William Lustig, der uns mit "Maniac" einen der härtesten und eindringlichsten Horrorfilme aller Zeiten gebracht hat, sorgte für Jubelschreie unter den Slasher-Fans, als er mit "Maniac Cop" einen ebenbürtigen Slasher auf die Beine gestellt hat, der nach wie vor mit zu den besten Schlitzern seines Faches gehört und das obwohl er sich eigentlich mehr auf Action, als auf das, Slasher übliche, Hieben und stechen konzentrierte! Einer der Fans des Films muss wohl Larry Cohen gewesen sein, der nun das Skript zum 2. Teil der Cop-Trilogie beisteuerte und auch als Produzent fungierte. Dazu Lustig wieder an den Regie-Hebeln und u.a. Bruce Campbell als Darsteller. Herausgekommen ist dabei ein weiteres hartes Stück Action-Horror, dass sich hinter dem ersten Teil in keinster Weise zu verstecken braucht!
"Maniac Cop 2" funktioniert eigentlich in nahezu allen Punkten ziemlich gut. Das fängt schon bei der recht clever durchdachten Story an, die sich wieder einmal um den untoten Cop Matt Kordell dreht, der sich an seinen Peinigern unter den eigenen Reihen rächen will und das, mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln, auch durchführt. Larry Cohen hat sich ein recht gekonntes Drehbuch ausgedacht, so wie man es von ihm erwarten darf. Zwar gibt es natürlich auch hier einige Logiklöcher zu verzeichnen, doch für Horror-Verhältnisse wurde hier wirklich alles recht zufriedenstellend geschrieben.
Grandios ist aber vor allem auch der Aufbau von Spannung und Atmosphäre, die wohl mal wieder auf Lustigs Konto gehen. Von Anfang an ertönt der herrlich frösteliche Score, vereint mit dem unnachahmlichen Titeltheme, welcher schon beim ersten Teil für Gefallen sorgen konnte. Zudem die vielen dunkeln Straßen und Szenarien und die bewusst kühle Abfilmung des Ganzen, die die Luft geradezu knistern lassen. Hier darf man sich wirklich auf einige schweißtreibende Filmminuten gefasst machen.
Dafür das die Spannung nicht abbricht, dafür sorgen zudem auch die vielen geschickten Wendungen und Überraschungen, die der Streifen nicht nur einmal parat hat. Wie schon beim ersten Teil, so sterben z. Bsp. auch hier wieder einige Figuren, von denen man nun gar nicht erwartet hätte, dass sie überhaupt ins Gras beisen müssen. Dazu noch so manch andere Wendung, die das Treiben nie langweilig werden lassen.
Doch was wäre ein "Maniac Cop" ohne Action? Auch dieses mal läuft unser psychopathischer Cop nicht nur mit einem Messer durch die Gegend, sondern konzentriert sich auch des öfteren auf Schusswaffen, schnelle Fahrzeuge und seine starken Hände. Dabei sind die Action- und Ballerszenen allesamt gut durch choreographiert worden und machen Laune. Dazu so manch heftiger Goreeffekt, bei denen vor allem der blutige Schusswechsel in der Schiessanlage zu erwähnen ist. Hart und kompromisslos und natürlich komplett von Hand erstellt, darf man nun auch als Splatterfreund mehr als zufrieden sein.
Einzig und allein das etwas fantasielos wirkende Ende des Films stört ein wenig. Vor allem auch deshalb, weil es auch vollkommen an den Haaren herbeigezogen wirkt und einfach nicht zum Rest des Schockers passt. Aber nun gut.
Schauspielerisch kann man mehr als zufrieden sein und man kann sogar mehr erwarten als das übliche Horror-Niveau. Bruce Campbell ist nach wie vor einer der besten Darsteller in Horrorfilmen überhaupt und stellt seinen (kurzen) Part überzeugend da. Aber auch der Rest des Casts stellt zufrieden, vor allem Robert Z'Dar, der Darsteller des Maniac Cops Matt Kordell, ist schlichtweg gewaltig. So sollte es eigentlich immer sein!
Fazit: Harter, kompromissloser und absolut knackiger Action-Horror-Schocker, den vor allem Slasher-Fans verschlingen dürften. Ein Cohen-typisches, megaspannendes Drehbuch, gepaart mit fetzigen und harten Actionszenen, einer fröstelnden Atmosphäre und einer guten Arbeit von Cast und Crew, ergeben einen Film der seinem Vorgänger in kaum etwas nachsteht. Nur das Ende enttäuscht da ein wenig! Aber den positiven Gesamteindruck, kann es in keinster Weise mehr schaden!
Wertung: 8/10 Punkte