Die Wege des Herrn sind unergründlich
Frisch aus dem Jugendknast entlassen landet der junge Daniel im polnischen Hinterland, ziellos und ausgebrannt. Doch als sich eine Chance ergibt sich in einem ahnungslosen Provinzkaff als Priester auszugeben, führen ihn Leben, Ausweglosigkeit und vielleicht sogar Gott in ein ganz unerwartetes Schicksal…
Kriminalität und Kirche liegen nah beisammen
Was macht einen Pfarrer aus?
Was macht einen Mensch aus?
Was macht einen Mörder aus?
Was muss die Kirche ändern?
Was kann die Kirche ändern?
Was heißt Glauben?
Was heißt Vergebung?
Was ist Bestimmung, was Glück, was Schicksal?
Wie bekommt man wieder mehr Leute in die Kirche?
Was glauben wir?
Wann glauben wir?
Wem glauben wir?
Wem hören wir gerne zu?
Was heißt verzeihen?
Gibt es eine zweite Chance?
Was heißt leben?
Was ist fake, was ist wahr?
Können diese blaue Augen lügen?
Wie wirkt man überzeugend?
Wie findet man Glück, wie Bestimmung?
Was unterscheidet Kirche und Religion, Regeln und Glauben?
Was heißt Erneuerung?
Braucht es einen radikalen Umbruch?
Kann ein Krimineller alle verstehen?
Sie gar alle retten?
Sich selbst auch?
Ginge das nur in Polen?
Hätte dieser klasse Film den Auslandsoscar verdient gehabt?
Ist’s immer am dunkelsten bevor es hell wird?
Kann man stumm beten?
Beichten für ein reines Gewissen?
Schimmelt Weihwasser?
Wie widersteht man der Versuchung?
Darf man in der Kirche Spaß haben?
Braucht die Welt dringend Rebellen?
Braucht die Welt die Kirche überhaupt noch?
Ist das schon das Paradies?
Oder nur ein Dreckleben?
Ist die Darstellung von Bartosz Bielenia eine der besten der letzten Jahre?
Kann ein Drehbuch intelligenter, potenter und mehrdeutiger sein?
Ist das der „Hauptmann“-Gegenentwurf?
Wer geht voran?
Wer denkt außerhalb der Box?
Wer wurde auserwählt?
Gibt es noch Hoffnung?
Oder ist alles verloren?
Auf Abwegen in den Himmel
Fazit: einer der besten, cleversten und akutesten europäischen Filme der letzten Jahre. „Corpus Christi“ ist eine niederschmetternde und zugleich hoffnungsvolle Abrechnung, Aufarbeitung, Anklage, alles in einem. Sensibel und sensationell gut.