Inhalt:
China, zur Zeit der manchurischen Qing-Dynastie. Der Kaiser (Fang Mien) ist alt und krank..., und seine 14 Söhne, diese Prinzen kämpfen um die Nachfolge.
Einer davon ist der "4. Prinz", Chin Yun Chuen (Ti Lung)..., der sich als naiver Einfaltspinsel ausgibt. Er weiß, dass der skrupellose Bruder des Kaisers, Lord Long (Chen Hsing), selbst den Thron anstrebt, und seine Schergen, wie Hai Long (Chang Yi-Tao), der Chef (Tsai Hung) der Geheimpolizei und der Oberbefehlshaber (Wang Ching) der Wachen, diesem beistehen und dabei brutal agieren.
Chin Yun Chuen ist jedoch in Wahrheit ein exzellenter KungFu-Fighter, der in den geheimen Katakomben unterhalb seiner Gemächer von den Mönchen von Shaolin ausgebildet wird. Allen voran dabei sein Sifu (Shih Chung-Tien).
Chin will ein recht schaffender Kaiser werden, den das Volk achtet und der China zu neuer Stärke führen will.
Der "4. Prinz" verlässt den Palast..., geht ´draußen´... auf eine Art "Tournee", landet dabei sogar in einem Kerker..., doch findet er auch treue Verbündete im Kampf um den Thron des Kaisers:
Den KungFu-Kämpfer Pai Tang Wa (Tan Tao Liang), einen weiteren Kämpfer (Kao Chiang), die Männer (Wan Ruo-Ping, Li Long-Yin) die ihm im Kerker beistanden, eine Edel-Prostituierte (Shih Szu)..., und die Schwert-Amazone Miss Lu (Tiu Man-Ming aka Amy Tao) steht dem "4. Prinzen" ebenfalls bei.
Die Schergen von Lord Long suchen den Prinzen vergebens.
Als der Kaiser stirbt, ist es an der Zeit, dass der vierte Prinz mit seinen Anhängern eingreift.
Ein Kampf auf Leben oder Tod steht bevor.....!
Fazit:
Anfangs der 1980er Jahre verließ der MegaStar der Shaw Brothers, Ti Lung, die legendären Studios an der Clearwater Bay in Hongkong, um für kurze Zeit einige wenige Filme für unabhängige Regisseure abzudrehen. Hier in "The Kung Fu Emperor" tat er dies für den Regisseur Pao Hsue-Li, mit dem er schon bei den Shaw Brothers zusammenarbeitete.
Im Jahre 1981 entstand ein insgesamt sehr ordentlicher, unterhaltsamer Eastern, in gediegen-überzeugenden Kulissen, einer etwas sterilen Atmosphäre, mit einer nicht immer ganz kohärent-stringenten Story im Mittelteil, dafür mit vielen bekannten Shaw-Stars und etlichen kernig-dynamischen KungFu-Fights.
Die Geschichte um einen Prinzen, der zunächst seine Widersacher, Verräter in den eigenen Reihen, als naiv-einfältiger Prätendent narrt, aber heimlich KungFu erlernt, abtaucht und dann mit Ergebenen aus dem Volk den Kampf um den Thron China´s aufnimmt, ist eigentlich relativ einfach.
Doch auch durchdacht, wenn auch im Mittelteil etwas langatmig inszeniert und den roten Faden fast verlierend.
Doch läuft sich das alles noch gut zurecht, und mündet in den vorhersehbaren, hart-blutigen Show-Down.
"The Kung Fu Emperor" hat also seine Schwächen, doch auch Stärken, die das Ganze zumindest für den eingefleischten Eastern-Fan noch rausreißen.
Und diese Stärken sind Ti Lung, der hier die Hauptrolle sehr variabel spielt... mal Naivling, dann Fighter, ein nobler Held, der ein recht schaffender, starker Kaiser werden will, der under cover Verbündete im Volk findet...., und das KungFu in diesem Eastern, das natürlich vor allem vom Können und der Technik der Superkämpfer Ti Lung und Tan Tao Liang lebt.
Ti Lung..., der MegaStar der Shaw Brothers..., ein König des KungFu. Und hier ein Darsteller, der variabel agiert, naiv, einfältig, doch dann auch würdevoll-souverän, charakterstark und integer.
Von Ti Lungs Darstellung und seiner Power hinsichtlich KungFu lebt dieser Streifen.
Chen Hsing, Tsai Hung und Wang Ching zeigen alle Nuancen und Stereotypen als Villains..., Tan Tao Liang ist vor allem als KungFu-Fighter gefragt, der eine klasse Bein-Technik beherrscht.
Shih Szu, die niedliche Shaw-Actrice ist mehr Beiwerk..., doch Kao Chiang, Chang Yi-Tao, Li Long-Yin und Wang Ruo-Ping sind wichtige Neben-Figuren, die den Cast und in ihrem Agieren diesen Eastern abrunden.
Fang Mien als Kaiser..., und vor allem die äußerst attraktive Tiu Man-Ming (aka Amy Tao..., übrigens im ´echten´ Leben die Ehegattin von Ti Lung) als Schwert-Lady die sogar Ti Lungs Figur hier raushaut, haben einen besonderen, speziellen Auftritt. Genauso wie Shi Chung-Tien der die Ausbildungstruppe der Shaolin anführt, die Ti Lung zur Kampfmaschine macht.
Die KungFu-Fights sind zahlreich, sowie dynamisch und die Intensität der Kämpfe nimmt im Verlauf des Films zu, die Choreographien überzeugen und vieles lebt natürlich vom eleganten Kampfstil Ti Lungs..., und der starken Technik Tan Tao Liangs.
Das Finale ist dramatisch und die letzten 10 Minuten ist ´KungFu-Action-Total´ angesagt.
Pao Hsue-Li versucht mit wenigen Mittel die ihm hier zur Verfügung standen, das Optimum heraus zu holen..., ein insgesamt mehr als passabler Eastern "für zwischendurch" und natürlich Pflicht-Programm für alle Fans von Ti Lung.
6,5/10.