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Man sieht die Entstehungsgeschichte dieses Films förmlich vor sich: Ein Drehbuchautor döst vor dem Fernseher ein, in dem gerade ein Mysterythriller läuft, einer von der Sorte, bei der man nicht weiß, ob die Hauptperson alles nur träumt, verrückt ist, oder womöglich doch Recht hat. Der klassische unzuverlässige Erzähler eben. Davon gibt es ja genug. UNSANE, MEMENTO oder THE MACHINIST von Brad Anderson zum Beispiel. Am nächsten Morgen erwacht der Autor dann überglücklich über seine geniale Eingebung und macht sich ans Werk...

Gut, von dem Mann, der u. a. HALLOWEEN 4, TEKKEN und WRONG TURN geschrieben hat, sollte man wahrlich kein besonders cleveres Skript erwarten. Aber dass Brad Anderson sich hier nicht zu schade ist, quasi ein ganz billiges Remake seines eigenen Films von 2004 abzuliefern, ist schon enttäuschend.

Alles, was nach dem Zwischenfall zu Beginn des Films passiert, ist derart unwirklich, dass es eigentlich nur zwei mögliche Erklärungen geben kann: Entweder es ist alles Einbildung, oder wir sehen hier einen wirklich schlechten Film. (Oder beides.) Da helfen auch ein paar Wendungen und vereinzelte Spannungsmomente nichts, FRACTURED ist ein einziges Mysteryklischee.

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