Review

Alte Kriegsveteranen, ein Jungspund (ebenfalls Soldat) und ein junges Mädel müssen sich in einer belagerten Kneipe gegen die Angriffe durchgeknallter Junkie-Punks wehren. In dem vom legendären US-Magazin "Fangoria" produzierten Streifen kommt dabei das gesamte Kneipeninterieur zum blutigen Einsatz.

Die Grundidee von "VFW" (Veterans of Foreign Wars) ist deutlich von "Assault - Anschlag bei Nacht" inspiriert und die Farbgebung in blau/rot Argentos "Horror Infernal" entlehnt. Ein paar ältere Recken aus der zweiten Reihe diverser Actionkracher vergangener Tage (Martin Kove, William Sadler, Fred Williamson, David Patrick Kelly, u.a.) vor die Kamera gestellt, einen netten Synthie-Sound drüber gelegt und fertig ist der Film.

Das klingt nicht sonderlich innovativ und ist es auch nicht. Und genau das gefällt mir richtig gut. Keine Metaebene, abenteuerliche Plot-Twists oder selbstreferenzielles Geschwurbel, nur straight forward "druff auf die 12"-Action. Dass manchmal etwas weniger mehr gewesen wäre, ....geschenkt, dass nicht immer alle Aktionen zu 100% realistisch sind, ...ebenso. Herausgekommen ist jedenfalls eine unterhaltsame Zeitreise zurück in eine Welt ohne Diversitätsdiskussion, Gender- oder Gesundheitswahn (es wird geraucht und gesoffen, dass es eine Wonne ist) oder politischer Überkorrektheit. Die im heutigen Mainstream-Hollywood ja eh nur aus marktopportunistischen Gründen so hochgehalten wird, um bei der globalen Verwertung bloß niemanden zu verprellen.  

"VFW" funktioniert also vor allem als Gegenentwurf zu einem weichgespülten, zahnlosen PG-rated "Action"-Kino und kommt mit seiner Huldigung alter (nicht nur weißer) Männer sowie dem Zelebrieren von Männerbünden, Treue und Opferbereitschaft den Figuren in S. Craig Zahlers "Brawl in Cell Block 99" oder "Dragged Across Concrete" ziemlich nah.

Details
Ähnliche Filme